Eine Zeichnung von L aus dem Jahr 2017 sprang mir neulich beim Scrollen durchs Archiv besonders ins Auge: Das dynamische Mädchen. Das muss auf einen Sockel, dachte ich. Und zwar schnell: Einfach ausgedruckt, ausgeschnitten und auf ein Klötzchen geklebt. Fertig! Ich freue mich jeden Tag an dem gut gelaunten Mädchen mit den gecurlten Wimpern (wie L !) und der kreativen Frisur.
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Montag, 9. Mai 2022
Montag, 14. März 2022
Liebling der Woche: cultprotest.me / Kunst gegen Krieg
Kunst gegen den Krieg! Von der Plattform cultprotest.me habe ich vor ein paar Tagen zufällig erfahren. Auf dieser Plattform gegen den Krieg in der Ukraine stellen Künstler ihre Werke zur Weiterverbreitung zur Verfügung. Sehr feine Sache — da mach ich mit!
Seichasova, bei der ich via Instagram diese Aktion entdeckte, schreibt über die Idee hinter der Plattform cultprotest.me:
„Wir wollen ein Netzwerk der Solidarität und des Austauschs schaffen für diejenigen, die die Ukraine unterstützen, die in den Widerstand gehen, die Kritik üben und sich gegen die russische Aggression aussprechen. Heute zeigen überall auf der Welt Menschen ihre Solidarität mit der Ukraine. Deswegen wollen wir allen die Möglichkeit geben, die sich daran beteiligen, die Stimmen von ukrainischen Künstlern in die Öffentlichkeit zu tragen oder in sozialen Netzwerken zu teilen. Wir wollen die Wahrheit erzählen über den russisch-ukrainischen Krieg und darüber, was sich bei uns zuhause, in unseren Leben und dem Kampf für unsere Freiheit abspielt.“
Ich habe meine bevorzugten Motive als Postkarten ausgedruckt und werde sie künftig Bestellungen beilegen oder einfach so verschicken. Man kann natürlich genauso gut Flyer daraus machen und die bei der nächsten Demo verteilen oder auf der Arbeit am Schwarzen Brett aufhängen, an die Bahnhaltestelle kleben, oder oder...
Also:
Runterladen, ausdrucken, verteilen.
PEACE
Montag, 7. März 2022
Liebling der Woche: Der Hocker aus Garmisch
Im Dezember entdeckte ich im Schaufenster der Schule für Holz und Gestaltung Garmisch einen Turm von Hockern. Was für schöne Stücke! Leider war Ferienzeit und die Schule hatte geschlossen und ich musste meine Recherche vertagen. Ein paar Wochen später bat ich meine lieben Eltern, Spedition zu spielen und mir einen Hocker von Bayern nach Baden zu transportieren. Vorher deichselte ich mit dem Sekretariat die Abholung. Klappte alles wie am Schnürchen und meine Eltern machten die Bekanntschaft lauter sehr netter Menschen in dieser tollen Schule (die wohl auf Jahre hinaus mit Aufträgen voll ist!). Nach über zwei Monaten Vorfreude ist der Hocker endlich endlich hier eingetroffen. Willkommen, Woody.
Montag, 24. Januar 2022
Liebling der Woche: Die Stefan-Marx-Decke als Wandbehang
Ich liebe Typo im Allgemeinen und die Arbeiten vom Künstler Stefan Marx im Besonderen. Ein paar Plakate besitze ich von ihm, ein Notizbuch (eingerahmt) sowie eine (mittlerweile leider verwaschene) Stofftasche. Und dann wurde ich letztes Jahr irgendwann hellhörig, als ich von einer Kooperation von Ikea und Stefan Marx erfuhr. So schnell wird es keine Möglichkeit mehr geben, günstig an einen Marx zu kommen! Den Termin habe ich mir im Kalender eingetragen.
Die Decke sicherte ich mir online und holte sie anschließend in Walldorf persönlich ab (nennt sich „click & collect“), weil sie im Karlsruher Ikea ausverkauft war. Das ist bei diesen „Drops“ ja immer der Fall — wie im November 2019 bei Ikeas Kooperation mit Virgil Abloh: Diese „special editions“ sind meist sofort ausverkauft und dann werden sie teuer auf Ebay weiterveräußert.
Nach dem Einkauf habe ich die Decke erst einmal in einer großen Schublade verschwinden lassen, weil ich sie zu schade fand als Überwurf (und außerdem strecken meine Mädchen immer sehr gerne ihre Finger nach neuen Sachen von mir aus). Letzte Woche kam mir die Idee, einen Wandbehang aus der Decke zu machen. Die Große hat mir geholfen beim Aufhängen. Ich habe nebenbei von ihr gelernt, dass es heute Wasserwaagen-Apps gibt! Cool!
Ich bin glücklich über unseren Stefan Marx für Arme im Wohnzimmer. Bügeln muss ich ihn noch. Aber das geht bestimmt auch vertikal.
Montag, 22. November 2021
Liebling der Woche: Der Zweimeterstern
Eines Winters spazierte ich durch die Partenkirchner Fußgängerzone und entdeckte im Schaufenster eines sehr kreativen Schreiners diesen Stern. Ein Readymade sozusagen, ganz einfach geformt aus einem Meterstab. Was gibt es passenderes für die Wohnung einer ehemaligen Schreinerin wie mich? Der Zollstock war das wichtigste Accessoire während meiner Lehrzeit.
Das Souvenir aus Bayern habe ich damals gut in meinem Kopf abgespeichert und sofort nach der Rückkehr wurde mein historischer Zollstock aus der Versenkung geholt und zu einem Stern geformt. Das war vor 10 Jahren. Dieses Mal habe ich ein knalligeres Exemplar gewählt. Gefunden auf Ebay. Dank Neonrot leuchtet er richtig.
Montag, 18. Oktober 2021
Liebling der Woche: Das Buch „Auf meine Art“ vom privaten Sammeln zeitgenössischer Kunst in Berlin
Kunst fasziniert mich, seit ich denken kann. Ich würde mich zwar nicht als Sammlerin bezeichnen (obwohl das manche schon getan haben), aber in meinen Worten beschreibe ich es so: ich hänge mir einfach gerne schöne Bilder an die Wand.
In einem alten Magazin-Heft wurde das Buch „Auf meine Art — vom privaten Sammeln zeitgenössischer Kunst in Berlin / Sechzehn Portraits, Skizzen und ein Tagebuch von Thea Herold“ vorgestellt. Das klang spannend! Da das Magazin 20 Jahre alt ist, hatte ich wenig Hoffnung, das ebenso alte Buch noch zu bekommen. Aber mein Stets-zu-Diensten-Antiquariat zeigte mein Wunschobjekt in der Suche tatsächlich an, auch noch in einem „sehr guten“ Zustand. Bestellt!
Meine Lieblingsanekdote aus dem Buch bisher: Ein junger Mann ist 1969 in Essen unterwegs zu einem Autohändler, um sein erstes Auto zu kaufen. Er hat 2500 Mark in der Tasche. Auf dem Weg zum Händler kommt er an einer Galerie vorbei und entdeckt ein Werk, das ihm so gut gefällt, dass er das komplette Geld für das Kunstwerk ausgibt.
Ich bin gespannt, welche Geschichten das Buch noch bereit hält, ich lese noch... In jedem Fall: Sehr faszinierende Einblicke in die Sammlungen gut betuchter Menschen.
Montag, 13. September 2021
Liebling der Woche: Der EA 101
Diesen schwarzen Eames Bürostuhl EA 101
habe ich letzte Woche über die Ebay Kleinanzeigen gefunden. Ich verbinde mit diesem Stuhl
Erinnerungen an meine Kindheit. Der gleiche Stuhl stand, in
zweifacher Ausführung, bei meinen Eltern am großen breiten
Holz-Schreibtisch. Ich sehe meine Eltern noch heute davor sitzend: Papa, wie er Pfeife rauchend die Medical Tribune wälzte und Mama, wie sie abends noch die Klassenarbeiten ihrer Schüler korrigierte und die nächsten Unterrichtsstunden vorbereitete. Bis sie diese Stühle irgendwann auf den Sperrmüll gegeben haben. Das werde ich nie verschmerzen. Deswegen musste bei mir jetzt so ein Stuhl einziehen.
Montag, 23. August 2021
Liebling der Woche: Das Buch „Kleiner Bruder“ von Ibrahima Balde und Amets Arzallus
Dieses Buch (sowie ein Kochbuch mit Rezepten und Geschichten von Geflüchteten) habe ich letzte Woche auf der Seite von Sea-Watch gefunden (Werbung von Herzen) und verschlungen. Mit dem Kauf erweitert man nicht nur seinen Horizont, sondern unterstützt nebenbei auch die Zivile Seenotrettung an Europas Grenzen.
Das Thema Flucht ist aktueller denn je. Was man momentan im Fernsehen aus Afghanistan sieht, ist schwer zu ertragen. „In den letzten 10 Jahren hat sich die Zahl von Flüchtenden von 41,2 Millionen auf 82,4 Millionen verdoppelt (2010 bis 2020). Die meisten kommen aus Syrien, Venezuela, Afghanistan, Sudan und Myanmar. Fast die Hälfte davon sind Kinder (Quelle: unhcr.org)“.
Im Buch „Kleiner Bruder“ beschreibt Ibrahima Balde sehr eindrücklich seine eigene Geschichte. Er ist auf der Suche nach seinem jüngeren Bruder Alhassane, der sich mit 14 Jahren sang- und klanglos aus Guinea auf und davon macht, um ein besseres Leben in Europa zu finden.
Die Vorstellung, das könnte mein (gleichaltriger) Sohn sein, ist grausam... Ich bin jeden Tag dankbar, dass wir hier das Glück haben, in Frieden, mit medizinischer Versorgung, ohne Hunger und mit einem Dach über dem Kopf zu leben. Dieses Glück haben längst nicht alle.
Beschreibung von der Sea-Watch-Homepage:
„Als sein kleiner Bruder verschwindet und alles darauf hindeutet, dass er die gefährliche Reise nach Europa angetreten hat, macht sich Ibrahima auf die Suche. Und erfährt am eigenen Leib, was der Traum von einem Leben in Europa für so viele junge Männer in Afrika bedeutet: Unsicherheit, Gewalt, Ausbeutung, Einsamkeit, Verzweiflung. Ibrahima wird geschlagen, erniedrigt, verkauft, doch zur gleichen Zeit erlebt er den Zusammenhalt, die Hoffnung und die felsenfeste Zuversicht einer Schicksalsgemeinschaft, und schafft es schließlich nach Spanien, wo er seine eigene Stimme findet, um die Geschichte seiner Verlorenheit in eine Rettung zu verwandeln.
Ein Zeugnis, das unter die Haut fährt. Ein Stück Literatur, das berührt durch seine Unmittelbarkeit und Schönheit. Kleiner Bruder gewährt die Innenansicht auf die Fluchterfahrung, in einer Sprache, die staunen macht.“
Montag, 2. August 2021
Liebling der Woche: Weinberge
Ich weiß nicht, warum es so ist. Aber seit ich denken kann, ist mein Traum ein Häuschen in den Weinbergen. Vielleicht, weil meine Kommunion damals auf der Ravensburg Sulzfeld gefeiert wurde, die umgeben ist von Weinreben, oder weil wir oft auf dem „Derdinger Horn“ wandern waren. Ich finde Weinberge einfach großartig (deren Ergebnisse nebenbei auch). Deshalb zieht es mich immer wieder in die Pfalz, weil es dort besonders schöne gibt, mit extra schönem Ausblick. Mir kommt es außerdem immer so vor, als sei dieser Flecken Erde besonders fruchtbar. Ich sehe Apfelplantagen neben Tabakfeldern, Sonnenblumen, Mais, Nuss- und Kirschbäume — und natürlich Wein, so weit das Auge reicht. Deshalb fühle ich mich auch exakt jedes Mal, als sei ich im Urlaub. Nur das Häuschen fehlt mir noch. Außerdem ein Muss: ein paar Früchtchen für meine Früchtchen von einem der vielen Straßenverkaufsstände mitnehmen, diesmal Zwetschgen und Äpfel (das Ergebnis ist kommenden Sonntag hier zu sehen).
PS: An meine beiden Kommentatorinnen vom Samstag — Voilà, DAS Kleid :)
Montag, 12. Juli 2021
Liebling der Woche: Kinderkunst-Figuren
Ich habe meine Rubrik Kinderkunst immer sehr gerne bespielt. Während die Grundschulzeit noch viele Werke ausspuckte, verebbte die Kunstquelle mit der weiterführenden Schule langsam, bis sie irgendwann komplett versiegte. Wie schade. Ich hätte gerne länger mehr davon gehabt. Kinderkunst ist fabelhaft.
Drei Figuren aus der künstlerischen Epoche der Kinder haben immer noch einen prominenten Platz auf der Vitrine und im Regal. Die runde Dose hat K in der zweiten Klasse bemalt. Darin enthalten war die frühe Form einer Buch-Präsentation: Ein paar Zeilen und ein Gegenstand zum Buch. Natürlich zum Thema Fußball. Klar.
Die filigrane Drahtfigur ist ein Werk von P aus der dritten Klasse. Es ist untertitelt mit „Chinesischer Kampfsport Schufondu“. Und bald ist P so flügge wie ihr „Feuervogel“ von damals (dessen Torso leider abhanden gekommen ist). Die Hexen-Handpuppe nähte und bemalte sie für ein Theaterprojekt. Bei der Aufführung hat P der Hexe eine Stimme gegeben.
Wie schnell die Zeit vergeht...
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