Samstag, 14. Februar 2026

Blick zurück

Gesehen I die Zusammenfassung des Big Air Finale der Frauen. Diese riesige Schanze!! Wahnsinn... Die Kamera-Drohnen neuerdings machen zwar spektakuläre Bilder, aber der Sound nervt richtig, finde ich
Gesehen II in der 3sat-Kulturzeit einen Bericht über den niederländischen Schriftsteller Cees Nooteboom, der jetzt im Alter von 92 Jahren auf Menorca gestorben ist. Ich hab ein schönes Gedicht* von ihm gefunden
Gesehen III nice Schatten auf der Brücke beim Radfahren
Getan I im Online-Katalog für Gastro-Profis geblättert. Nicht dass ich ein Gastro-Profi wäre, aber so was fasziniert mich immer. Ich hab ja letzte Woche einen Pommesbuden-Salzstreuer gekauft. Ich steh generell auf dieses ganze Edelstahl-Zeug, auch auf die typischen viereckigrunden Gastro-Behälter. Ich mochte beim virtuellen Katalogdurchblättern gerne die Kaisersemmelstempel (S. 44), die Mutzenmandelausstecher (S. 59), den Holzquirl (S. 102) und die Schaufeln (S. 103). Ich glaube, ich muss da mal was ordern — ob die auch an Privatpersonen versenden? Am liebsten hätte ich ja sowieso eine ganze Edelstahlküche — oder wenigstens eine Edelstahl-Arbeitsplatte, ach ja...
Getan II in der Bedienungsanleitung vom Auto nachgeschaut, wo man Öl nachfüllt, für den Fall der Fälle (und die Verschlusskappe nicht mal auf bekommen, gibt’s da nen Trick?!). Und dann erst mal Frostschutzmittel nachgefüllt. Als die Motorhaube gerade hochgeklappt ist, kommt der Nachbar vorbei und meint: „Oh, das sieht aber lustig aus mit den zwei Löchern in der Motorhaube! Hab ich noch nie gesehen.“ „Das ist mir auch als erstes aufgefallen!“ „Da könnte man ein Foto aufnehmen, wenn jemand den Kopf durchstreckt.“ „Haha, ja stimmt!!“ „Und, sind Sie zufrieden mit dem Mini?“ „Jaa! Das Sichtfeld ist kleiner als vorher, daran musste ich mich erst gewöhnen.“ „Ein schönes Auto, sieht gut aus!“ Find ich auch. Ich hab noch nie so viele Komplimente für ein Auto bekommen wie jetzt mit dem Mini. K sagt: „Das liegt aber auch an den schwarzen Felgen! Felgen sind sehr wichtig. Sie sind quasi die feinen Schuhe des Autos.“ „Oder das feine Gucci-Täschchen.“ Hehehe
Getan III den Proust-Fragebogen (z.B. hier) ausgedruckt für meine Kinder. Der Plan: ausfüllen und aufbewahren und in 10, 20, 30 Jahren nachlesen, was man da so eingetragen hat. Spannend. Ich hab auch schon einen ausgefüllt...
Getan IV aus der hübschen Verpackung der hübschen NY-Becher hübsche Karten gemacht
Gelesen einen Artikel auf SZ (hier) und vieles auf Insta zum umstrittenen diesjährigen Oktoberfest-Plakat. Die Kommentare auf Insta sind eindeutig: „Absoluter KI-Dreck“ — „KI-Illustrationen fürs Oktoberfestplakat. Schämts ihr euch denn überhaupt nicht?“— „Wenn das Gewinnermotiv KI ist, kann man nicht wirklich Lizenzen daran kaufen, da der Generierende keine Urheberrechte daran hat, richtig? Wie ist das rechtlich? Dann dürfen alle das Motiv für ihr Volksfest nutzen! Perfekt! Danke Herr Huber.“ — „Was für ein Schlag ins Gesicht von all jenen, die sich Mühe gemacht haben und ohne KI ehrliche Arbeit verrichten.“ — „Hallo Chat GPT, bitte erstelle ein Wiesn-Plakat im Stil des Blauen Reiter“... Ich selbst hab mich auch schon einmal an diesem Wettbewerb beteiligt. Mein Entwurf (natürlich ohne KI) kam nicht mal ins Voting. Schon sad. Auch, dass wohl ein Jurymitglied gleichzeitig Wettbewerbsteilnehmer ist... 
Getrunken Soda Zitron in Ermangelung von Limo
Gegessen eine Breze ohne alles. Immer wieder so gut. Das hab ich als Kind schon geliebt. Und meine Kinder genauso
Gelacht I P erzählt eine neue Heidelbergstory. Sie hat den jungen Paketboten im Hof abgepasst, weil sie gerade ein Paket erwartete. „Hast du ein Paket für mich?“ „Bist du P?“ „Ja!“  „Okay, dann müsste ich mal kurz deinen Ausweis sehen.“ P zeigt ihm den Perso. Der Bote: „Mashallah, du bist so schön!“
Gelacht II dass mich die Papierfetzenballen in der Halle einer Recyclingfirma an die Stofffetzen-Kostüme bei der Maschkera in Garmisch erinnern (wie hier auf dem zweiten Foto). Ein Fall für die Rubrik „Bei der Geburt getrennt“
Gefreut I über Fotos aus Berlin, die P schickt. Nach dem stressigen Praktikum in der Schule ist sie mit dem Zug zu ihrer Freundin gefahren und hat ein paar Tage in der Hauptstadt verbracht. Sehr cooler Spruch von Barack Obama. Wäre er doch nur noch Präsident!!
Gefreut II den schönen Ferrari des Nachbarn mal wieder zu sehen. Und zu hören! Was ein Sound. Ich sitze gerade im Wohnzimmer mit K. Es brummt voll. „Wie laut! Das ist sicher A mit seinem Ferrari!“ K: „Das klingt nach Motorrad.“ Es war der Ferrari! Auch K liegt mal daneben, lol, obwohl er hier der Auto-Crack ist
Geärgert I dass ich um eine Gleitsichtbrille nicht mehr herum komme. Ich hab mich bisher immer gesträubt. Immerhin lag mein Brillenladen der Wahl in der Nähe des Schlossparks, durch den ich so gerne durchradel, vorbei an lustigen Palmen beim Botanischen Garten
Geärgert II dass die Forderungen von einer betrügerischen App, der K leider aufgesessen ist, in die nächste Runde gehen. Ich dachte, nach einem Widerspruch im September wäre die Sache erledigt gewesen, weil wir nichts mehr hörten. Pustekuchen. Jetzt kommen Inkasso-Unternehmen auf den Plan. Die Verbraucherzentrale Ba-Wü hat längst Klage erhoben, aber so wie es aussieht, dauert das... 
Gestaunt über Mathe in der WhatsApp-Gruppe meiner Zwillinge mit meiner Mama. Ich versteh nur Bahnhof. Ich bin so froh, dass ich kein Mathe mehr machen muss. Und ich bin über-froh, dass die Ü80-Oma so schlau ist, das alles noch zu checken, um mit den Kindern zu lernen!! Chapeau Chapeau Chapeau
Gewundert dass ich mich dazu hinreißen ließ, spezielles BMW-Motorenöl zu kaufen. Aber allein die Bezeichnung „Twin Power“ ist funny. Das hat mir auch schon beim Probefahren so gut gefallen! Als K und ich unter die Motorhaube des Minis schauten, sprang uns gleich das „Twin Power“ auf dem Motor ins Auge. Ein Zeichen. Für meine Zwillinge und mich, aww
Gelernt dass die bayerischen Krapfen (hier heißen die Berliner) wohl u.a. mit Hagebuttenmarmelade gefüllt sind. Das hab ich a) noch nie gesehen und b) noch nie probiert und c) gar nicht erst gewusst, dass das „Hiffenmark “ heißt. Ohaa
Gekauft I Schokoküsse mit einem lustigen „Rezept“ auf der Rückseite. Ich kenn das eigentlich als Schokokussweck aus meiner Schulzeit, also ein Brötchen mit einem smashed Schokokuss dazwischen. So was hab ich mir öfters mal beim Kiosk in der großen Pause gegönnt. Ich glaube, die Berliner-Variante wär mir zu süß. Und das will was heißen
Gekauft II Olympia-Merch. Ich feier die dynamische 26. Lustig: Die italienische Illustratorin des schönen Notizheftchens heißt Olimpia Zagnoli

Schönes Wochenende!

*
Eine Spur im weißen Sand
von Cees Nooteboom

Die wir nicht sind
Die wir selbst sind.

Der über den Worten ist
der in den Worten ist.

Der neben dem Gedanken ist
der der Gedanke ist.

Wer legt die Spur
in den weißen Sand
eines Blattes?

Wer legt sie aus?

























Samstag, 7. Februar 2026

Blick zurück

Gesehen die 3sat-Kulturzeit mit einem schönen Kinotipp: „Architektur des Glücks“ (hier zum Trailer). Auszug aus der Seite architekturdesgluecks.ch: „Campione d’Italia – die kleine italienische Enklave am Lago di Lugano – lebte über ein Jahrhundert im Schatten ihres Casinos. Der Ort zog enormen Reichtum aus dem Glücksspiel, geriet jedoch gleichzeitig in eine gefährliche Abhängigkeit. Mit dem plötzlichen Konkurs des Casinos stürzte Campione in eine existentielle Krise. Doch was passiert, wenn das Glück ausbleibt? Die Regisseure Michele Cirigliano und Anton von Bredow erzählen in ihrem feinfühligen Film die Geschichte eines Dorfes, das nicht aufgibt. Im Zentrum steht das monumentale Bauwerk des Stararchitekten Mario Botta – Sinnbild für vergangene Träume und künftige Chancen. ARCHITEKTUR DES GLÜCKS ist ein optimistisches Porträt über Gemeinschaft, Wandel und die Suche nach neuer Identität.“ Klingt sehr spannend
Getan I mit L den Tag der offenen Tür vom ZKM besucht. Wir haben dort seltene Tomatensorten (aus der Saatgutbibliothek Karlsruhe) eingesät und Origami gefaltet aus alten Plakaten der Städtischen Galerie (die jetzt „Kunstmuseum Karlsruhe“ heißt). Als wir im 1. OG flanierten (wo ich L die Lernplätze zeigen wollte), trafen wir zufällig Ps beste Freundin. Sie meinte zu mir: „Als ich von dem Tag der offenen Tür las, dachte ich, du bist bestimmt hier!“ Wie gut sie mich kennt! Danach haben wir Postkarten aus dem Museum verschickt. Das war eine Aktion, in der man blanko Karten bemalen oder bestempeln konnte und das Museum übernahm anschließend das Frankieren und Verschicken. Coole Idee! Zum Abschluss haben wir uns heiße Schokolade und Cola in einem kleinen Café (die Fliesen!) in der Stadt gegönnt. Wir saßen zum ersten Mal in diesem Jahr im Freien... (ging gut dank Decke)
Getan II mit P die art Karlsruhe (noch bis morgen) besucht und am Abend davor die art Karlsruhe-Party im ZKM. Wirklich sehr viel Kunst diese Woche, wow. Aber ich kann davon nie genug haben — und Gott sei Dank sind meine Kinder auch empfänglich dafür. Wir haben uns beim Stand der HfG ein Pixelplakat mitgenommen und am SWR-Stand eine nice Stofftasche
Getan III Kreuzchen gemacht bei der Briefwahl. P hat sich ihre Unterlagen hier her schicken lassen, weil jetzt vorlesungsfreie Zeit ist. Der Heidelberg-Stempel auf ihren Papieren war viel schöner als der vom Karlsruher Wahlamt, hehe
Gelesen ganz viele kleine Schildchen auf der art Karlsruhe mit teils sehr hohen Preisen, hui
Getrunken ein Corona direkt an der Bar der Roten Taube, einer Kneipe, die es seit 1904 gibt. Ich feier Barhocker nicht so, aber es war kein anderer Platz frei (ich hatte ganz vergessen, wie voll Kneipen Freitag abends sind). Ich mag irgendwie nicht so gerne, wenn man auf einen Stuhl erst mal „draufklettern“ muss. Liegt vielleicht auch an meiner „Größe“. Oder an meinem Alter, okay
Gegessen einen Löffel von Ls Biscoff-Eis. Ich muss sagen, der Biscoff-Cheesecake schmeckt mir besser (letzter Blick zurück)
Gelacht I als L erzählt: „Hast du gesehen, an der Ecke kommt ein neuer Friseur rein? Weißt du wie der heißt? Julia!!“
Gelacht II am gleichen Abend sehe ich in der Kneipe auf dem Spirituosenregal einen Grappa namens Julia. Aber komisch eigentlich — wenn es ein Grappa aus Italien ist, wieso heißt er dann nicht Giulia?
Gelacht III als ich aus der Kneipe heim komme, fragt mich K (wie so ein strenger Vater): „Hast du geraucht??“ Das war so lustig — so verkehrte Welt. Ich konnte ihn beruhigen, dass das nur am Billardraum lag. Im Billardraum ist nämlich Raucherzone und da hab ich mich kurz umgesehen (wie lange hab ich schon nicht mehr Billard oder Darts gespielt??)
Gefreut I für K: „Ich freu mich so aufs Training. Aber die aus der Mannschaft haben so Ü40-Humor. In der Gruppe schreiben sie Sachen wie 'Wallah Brudi....' und das in dem Alter!“ Hehe, upsi, so ähnlich wie ich, die dauernd „Junge“ sagt und solche Sachen — und ich bin Ü50 (Aber das färbt echt voll ab, wenn man von Jungen umgeben ist, ich kann nichts dafür)
Gefreut II für P, die am letzten Tag ihres Semesterpraktikums so viele liebe Briefchen von ihren Viertklässlern bekommen hat — und selbst gebackene Kuchen. Süß! Wie rasend diese Zeit verflogen ist, Wahnsinn. Ich glaube, sie hat sehr viel gelernt und ist gewachsen. Und sie meinte: „Wie schnell man sich an Menschen gewöhnt, in nur vier Monaten... Ich werde die Kinder vermissen...“ Awwwwwww
Gefreut III über die ersten Narzissen auf dem Tisch, die so einen subtilen Duft verströmen
Geärgert als ich in der Früh zum Auto gehe und keine der 4 Türen aufbekomme, weil sie zugefroren sind. Das ist mir in meinem ganzen Leben noch nie passiert. Muss wohl am Wagen liegen. K: „Das ist scheinbar ein typisches Problem von Minis, ich hab ganz viel davon im Netz gelesen.“ Super. Die Einkaufsrunde hab ich dann auf den nächsten Tag verschoben, in der Hoffnung auf etwas höhere Temperaturen. Hat funktioniert. Immerhin gab’s statt Eis feinen Niesel für schöne blurry Fotos
Gestaunt I über den Rühreiverbrauch, den K an den Tag legt. Jeden morgen haut er eine mittelgroße Pfanne weg. Ohaaa
Gestaunt II als P sagt: „Krass, es ist 17.30 Uhr und es ist einfach noch hell!“ Stimmt!!
Gewundert I dass das Insta-Bild, das ich vom Bayern-Trainer (in weiten Hosen und dem Titel „We need to talk about Vincent Kompanys fit“) in der Familiengruppe einstelle, eine kleine Mode-Diskussion auslöst — quasi Skinny vs Baggy (-> Kantersieg für Baggy)
Gewundert II dass ich nicht gehört habe, dass K schon zuhause ist
Gelernt dass die Spanplatte in Karlsruhe erfunden wurde, ohaaaa (was man so alles liest und erfährt, während man an der Riesenschlage an der Bar ansteht)
Gekauft einen Pommesbuden-Salzstreuer. Finally

Schönes Wochenende!






























Samstag, 31. Januar 2026

Blick zurück

Gesehen Susanne Kippenberger live aus der Villa Hügel Essen (ein Tipp einer lieben Leserin). So schön, wie seine Schwester über Martin Kippenberger erzählt. Ich mag seine Kunst sehr. Wie sie sagt, dass alle Leute immer dachten, dass er nur in der Bar hängt und trinkt und nichts arbeitet. Aber sie meint, ja, er war in Bars und hat Nächte durchgemacht aber am nächsten Tag um 9 Uhr war er trotzdem voller Energie und hat gearbeitet wie ein Wilder. Das glaub ich sofort! So viel wie er geschaffen hat, wie und wo er überall unterwegs war auf der Welt — in der kurzen Zeit (er ist mit 44 Jahren gestorben)! Er war ein Getriebener, Wahnsinn. So kommt es mir vor, wenn ich durch meine Bücher über ihn blättere. Auf die Frage, was er für sein Talent hält, sagte Martin Kippenberger: „Dass ich eine Frohnatur bin und dass ich neugierig bin.“ Feier ich! Seine Neugier darf man nie verlieren, die ist wichtig
Gehört Anderson .Paak — Jet Black. Das Foto auf dem Cover finde ich so sweet. Ich hab auch gern mit den Kindern rumgelungert. Davon gibt’s hier auch Fotos. Das ist einfach schon über 20 Jahre her. Die Zeit rast so
Getan mit P nach Durlach gedüst und das kleine Haus in Natura besucht, über das ich in meinem letzten „Blick zurück“ berichtet hatte. Es sieht toll aus (und wurde auch schon ausgezeichnet, hier)! Ich mochte vor allem den „Putz“, der sich von Nahem als Waschbeton in Kombination mit Sichtbeton herausstellte. Was man aus einem mini Parkplatz-Grundstück so machen kann, schon top! Lustig: Google Maps hinkt noch bisschen hinterher, dort ist noch der Parkplatz zu sehen (das Haus steht glaub ich seit zwei Jahren). Durlach überhaupt ist sehr nice, wir sind dann noch ein bisschen durch die Straßen spaziert, selbst die Polizeiwache ist in einem schönen Haus untergebracht. Ich mag so gerne Fensterläden!
Gelesen I im Weltkunstmagazin. So ein großartiges Heft (da gibt’s manchmal so Werbe-Aktionen, bei denen es eine kostenlose Ausgabe abzusahnen gibt. Da mach ich oft mit — man darf nur nachher nicht vergessen, das „Abo“ wieder zu kündigen)! Im Vorwort (hier) ist von Karl Hubbuch und der Karlsruher Kunstakademie die Rede, auch sehr interessant. Am liebsten gelesen hab ich das Interview mit Tracy Emin. Ich mag ihre Kunst, auch wenn die manchmal fast verstörend auf mich wirkt, aber das ist mir lieber als immer nur „schön“ (ist ja eh sehr subjektiv). Auch großartig ist der Bericht über Rolf Glasmeiner, der in den 1970er und 80er Jahren aus Alltagsgegenständen Kunst machte, die sogenannten „Kaufhausobjekte“, z.B. aus Briefeinwürfen (hier). Bis März läuft noch eine Schau im Kunstmuseum Gelsenkirchen über ihn. Hier ein nettes kleines Filmchen. So super! Es gibt noch so viel zu lernen und entdecken
Gelesen II den Newsletter von Bilderbuch, bei denen ich auf zwei Konzerten war. Das erste Mal 2018 zu Ps 14. Geburtstag, das hatte sie sich gewünscht! Maurice Ernst, der Sänger der Band, schreibt im Newsletter u.a. „Ich war nie ein großer Schreiber“— das finde ich so liebenswert, weil ich finde, dass gerade diese Band sehr gute Texte macht, so schräge-crazy Texte! Ich mag bescheidene Menschen sehr
Gelesen III im ZEIT-Magazin. Ich hab mir das gekauft, weil ich auf Insta Ausschnitte aus einem Gespräch mit Giannina Haupt gelesen hatte, das ich sehr berührend fand. Sie hat ihre große Liebe sehr jung geheiratet, Carl Jakob Haupt. Dann hat er Krebs bekommen und ist drei Jahre nach der Diagnose verstorben. Sie war gerade mal 25 Jahre alt und schon Witwe. Unvorstellbar (hier eine schöne Podcastfolge, in der Giannina ihre Geschichte erzählt, mochte ich sehr. Wie stark sie ist...)
Getrunken einen Schluck von Ls Kokoswasser, haha
Gegessen den viralen Japanese Cheesecake, der zur Zeit überall auf Insta aufploppt. So easy, der besteht aus nur zwei Zutaten und dauert keine Minute in der „Zubereitung“ (plus ein paar Stunden Kühlzeit)! Ich hab statt griechischem Joghurt Skyr verwendet, und Biscoff-Kekse hatte ich eh zuhause. Unbedingt nachmachen — wirklich sehr, sehr guat!!
Gelacht I ich unterhalte mich mit P über ihre Französisch-Skills. „Ich finde, du hast dich in letzter Zeit voll verbessert, weil du so viele Filmchen und Reels auf Französisch anschaust und viel französische Musik hörst.“ „Ja stimmt...“ „Dann würdest du, wenn du heute das FSJ im Kindergarten der Europäischen Schule machen würdest, bestimmt viel besser in der französischen Gruppe zurecht kommen.“ „Voll! Ich konnte fast gar nichts damals! Und die Kinder waren manchmal frech. Als ich mal irgendwas sagte mit 'le vache', korrigierte mich sofort ein Kind 'C’est LA vache!!!'“ Hehehehe
Gelacht II P ruft mich mit „News“ aus Heidelberg an: „Ich habe eben in meiner Straße Nader gesehen!! (Für Nicht-Insider wie mich: Nader Jindaoui ist ein Influencer, der mit Youtube-Videos sehr viel Geld verdient und jetzt bei Hoffenheim in der zweiten Mannschaft Fußball spielt. Alle Jungen kennen ihn) Ich hab schon von weitem seinen Lambo Urus mit Berliner Kennzeichen und NL für Nader und Louisa und 1777 erkannt. Saß der da einfach in seinem Wagen und hat gerade ein Reel aufgenommen!!“ „Und? Hast du ihn angesprochen? Du hast doch gesagt, wenn du ihn mal in Heidelberg siehst, fragst du ihn nach einem Foto.“ „Junge, ich klopf doch nicht an seine Scheibe und störe ihn!! Aber ich bin noch eine Weile da rumgelaufen und hab beobachtet. Irgendwann ist er weggefahren.“ 
Gelacht III über Luchos (Luis Díaz) Einstand bei Bayern mit einem veritablen Jauchzer (nicht zu verwechseln mit Jodeln!) — hier zum Filmchen auf Insta. Hab dann auch mal probiert zu jauchzen, heimlich im Auto, und hab es den Kindern vorgespielt (da mussten sie lachen, ähnlich wie Lucho). Gar nicht so easy, aber ich bin ja auch nur Halb-Bayerin
Gelacht IV als ich mich beim Frageeingeben auf Google vertippe und „Kamm“ statt „Kann“ schreibe und daraufhin ein seeehr exklusives Exemplar angezeigt bekomme, ohaaa
Gelacht V dass K hier einfach einen zweiten W-LAN-Kanal eingerichtet hat, den er „Gast“ genannt hat — wie in einem Laden oder einer Institution. So lustig. Seitdem logge ich mich immer als „Gast“ ein, hehe
Gefreut I über nice Stories aus Ps Alltag aus der Grundschule (aka Semester-Praktikum). a) „In Deutsch hatte ich neulich mit meiner 4. Klasse das Thema Vorgangsbeschreibung. Ich hab ein einfaches Rezept für ein belegtes Brot verwendet. Vorher hab ich extra ein gutes Sechskornbrot beim Bäcker geholt. Zuerst hab ich die Kinder erzählen lassen, was sie so zuhause für Brote essen und ein Kind meinte 'Am Wochenende gibt es immer Brot mit einem gebratenen Ei drauf'. Ein anderes sagte, dass es am liebsten Brot mit Lachs isst. So süß und interessant, das immer alles zu hören. Und dann habe ich mein Brot zubereitet. Sie waren alle ganz still und aufmerksam. Die Kinder sollten sich Stichworte notieren und danach einen kompletten Text daraus formulieren und aufschreiben. Und am Ende haben wir zusammen die zubereiteten Brote gegessen und ich hab die restlichen Sachen verteilt — alles ist weggekommen.“ b) „Letzte Woche musste ich in einer 1. Klasse aushelfen im Mathe-Unterricht. In der 1. Klasse komme ich gerade noch mit in Mathe, hahaha. Ich habe festgestellt, dass viele Kinder Probleme bei Mathe haben — mit denen sympathisiere ich natürlich besonders. Ich helfe ihnen so gerne. Sie können es, aber sie benötigen einfach ein bisschen mehr Zeit und 1:1-Unterstützung! Die Klassenlehrerin freut sich immer über Hilfe. Sie sagt, das entlastet sie.“
Gefreut II dass Papa neuerdings einen „Spruch des Tages“ in die Gruppe schreibt
Geärgert I über einen Strafzettel für mich. Aber funny, dass Ps Mc Flurry auf dem Armaturenbrett auf dem Bild zu sehen ist — während sie auf dem Beifahrersitz verpixelt ist, lol
Geärgert II über perverse Geldsummen, die ein einzelner Mensch besitzen kann. Eklig
Gestaunt I wie weit Ps Französisch-Spleen geht. Neulich rückte sie mit Camembert-Chips an, oh là 
Gestaunt II als K von der Herrenmannschaft erzählt, dass es da ganz anders zugeht als bei seinen bisherigen Jugendmannschaften. Nämlich, dass dort auch knapp 40-Jährige mitspielen und die dann die niederen Arbeiten stets an die Jungen delegieren. Das gibt mir Ausbildungsvibes. Damals bei meiner Schreinerlehre hieß es immer „Lehrjahre sind keine Herrenjahre“. Ich war das einzige Mädchen weit und breit 
Gestaunt III über ein komplett verhülltes Wohnhaus. Christo für Arme
Gewundert dass mich L neuerdings nicht mehr mit Mama anspricht. Auf einmal ruft es „Juliaaa!“ aus ihrem Zimmer rüber. „Hahaha, warum sagst du Julia zu mir?“ „Der Name ist so süß, auch so schön kurz.“ Ahaaa
Gekauft inspiriert durch den Podcast mit Giannina Haupt zwei Sachen von der Carl Jakob Haupt Organisation — ein Bandana (kann man nie genug haben; das von der Stiftung ist mit den Initialen CJH bestickt) und ein Buch. Die Organisation haben Carl Jakob und Giannina Haupt gegründet, als er gerade Chemotherapie machte und sie merkten, wie viele Menschen in dieser schweren Zeit einfach alleine sind. Die Organisation vermittelt so genannte Chemo-Paten. In dem Buch wechseln sich Tagebucheinträge und Nachrufe von Freunden und Familie ab. Sehr bewegend. Ich lese gerade jeden Abend ein, zwei Kapitel

Schönes Wochenende!