Samstag, 13. Juni 2026

Blick zurück

Gesehen eine Doku über die Sportfreunde Stiller in der ARD Mediathek. Gute, kurzweilige und aufschlussreiche Doku (auch wenn ihre Musik nicht meine ist). Manche Worte sind hängen geblieben, vor allem die von Rüde. Ich mag solche Band-Geschichten sehr. Wie ja auch die von Wanda, die Marco Wanda in seinem Buch erzählt (hier im Blick zurück aus dem September 2025). Beide beschreiben immer wieder dieses krasse Freundschaftsgefühl („Uns kann keiner was“) innerhalb der Band sehr stark. Das muss toll sein. Rüde meinte, die Band und dieses Gefühl gebe ihm Halt und sei das beste, was er sich vorstellen kann. Weil ihm das so eine Stütze ist im Leben: „Ich habe größten Respekt vor allen Menschen, die keine Band oder Musik haben.“ Quasi, dass sie das Leben trotz allem (also ohne diese Kraft, die Band), meistern. So habe ich es verstanden
Gehört Pavlovs Dog — Julia, auf der Autobahn, am Weg zurück von Heidelberg
Getan I die Kirche besucht, in der ich getauft wurde, St. Hedwig in der Waldstadt. Sehr außergewöhnliche Kirche — ich hab noch nie bemalten Sichtbeton gesehen. Bei meiner Taufe krähte ich scheinbar die ganze Kirche zusammen, erzählt Mama. Aber der Pfarrer fand witzige Worte dafür
Getan II durch die Ausstellung „Blind Spot“ von Jakob Seckinger & Cornelius Erschig im Gewächshaus des Botanischen Garten spaziert. Klein aber fein. Ich liebe es, wenn Ausstellungen an ungewöhnlichen Orten stattfinden (so wie letztens im Freibad!!). Diese ganzen tollen Pflanzen dort sind sowieso alles Kunstwerke, die Ananas, die Artischocken, die Seerosen (kein Wunder hat Monet die so gerne gemalt), die skulpturalen Kakteen. Und ich fand auch die grünen Stühle und Bänke sehr toll
Getan III WM-Bollen im Wohnzimmer aufgehängt, lol
Gelesen einen Bericht mit Fotos von Jürgen Teller über Ks Lieblingsspieler, Michael Olisé, bei dem wir jedes Mal nicht wissen, wie sein Name eigentlich korrekt ausgesprochen wird, weil jeder Kommentator was anderes sagt... 
Getan III P nach Heidelberg gefahren und auf dem Weg dahin noch zwei ganz besondere Kirchen in Mannheim besichtigt. Die brauchen aber einen eigenen Bericht (folgt bald). Bin immer noch geflasht
Getan IV die Ausstellung „Neue Deutsche Malerei“ von Tino Zimmermann im Kunstmuseum Karlsruhe besucht. Ich mag, wie er die Männchen malt. Und die Farben
Getrunken zu viel Kaffee
Gegessen viel, viel Wassermelone. Und Milchreis aus Nicht-Milchreis. Ich kann ja nichts wegwerfen, und so hab ich übrig gebliebenen Basmatireis mit Milch, Zimt, etwas Zucker und Früchten gemischt und hatte ein formidables Dessert, hehe
Gelacht I über ein lustiges Feature von Google (hab auf Insta davon gelesen, wo auch sonst?): Wenn man in der Suche „Nick Woltemade“ eingibt, fragt Google „Meintest du: Rudi Völler?“. Funktioniert auch umgekehrt, müsst ihr mal ausprobieren. Hahaha
Gelacht II weil die lustigen gelben (doigt d’honneur-)Blumen jetzt wieder blühen und mich bei meinem Wocheneinkauf begrüßen, die stehen nämlich sehr zahlreich in der Nähe meines Supermarkts. Ich muss echt jedes Mal lachen, wenn ich die sehe
Gefreut über den neuen Bermudas-Style, zusammen mit P. Feier ich
Geärgert I dass K null auf mich hört und immer noch gegen die Fahrtrichtung parkt. Da lacht der Frechdachs nur. Bis es mal ein Ticket gibt...
Geärgert II dass manche Menschen überall stänkern müssen, sogar im Gästebuch vom Museum. Berechtigte, bzw. konstruktive Kritik ist ja super, aber so was? 
Gelernt I von P wie auf Jugendsprache in Frankreich „ich liebe es“ heißt: „Je kiffe“
Gelernt II von K was „abgemacht“ auf Jugendsprache heißt: ight bet. Wie er gleich die Erklärung von Google liefert, haha
Gestaunt über einen Tankdeckel mit Signatur an einem Mannheimer Porsche. Ich dachte, es ist vielleicht irgendeine Sonderedition von Porsche mit speziellem Aufdruck, aber es stellt sich heraus, dass der Rennfahrer Walter Röhrl wohl tatsächlich persönlich unterschrieben hat (P hatte mal wieder recht!). Hui (Beweis hier)
Gekauft I einen StanleyXJuventus-Cup (wegen des Js und wegen der lustigen Streifengrafik — und ja, auch, weil er Getränke lange kühlen oder warm halten kann, hehe)
Gekauft II Dosentomaten, die zu meiner Tasse passen, haha
Gekauft III eine lustige Karte von Rembrandt im Kunstmuseum (die kleine Original-Radierung hatte ich 5 Minuten zuvor noch live gesehen). Ich mag den Gesichtsausdruck — und den humorvollen Titel: „Selbstbildnis mit gerunzelter Stirn“. Ich finde, das Bild sieht voll modern aus — dabei ist es voll alt, von 1630. Verrückt

Schönes Wochenende!














































Dienstag, 9. Juni 2026

Kunst im Freibad! Besser geht’s nicht!

Letzten Sonntag hab ich die Freibadsaison eröffnet. Und zwar ganz besonders. Ich hatte eine Woche zuvor auf Insta gelesen, dass im Rüppurrer Freibad eine Kunstausstellung namens „Chlorreiche Tage“ stattfindet! Eine Ausstellung! Im Freibad!! Was gibt es besseres als Freibad UND Kunst? Ich, natürlich sofort Feuer und Flamme, hab P davon erzählt, und dass ich das unbedingt sehen muss. Sie war es dann auch, die mich samstags dran erinnerte: „Was ist jetzt eigentlich mit der Ausstellung? Da wollten wir doch hin?!“ Um ein Haar hätte ich was ganz Tolles verpasst — vor allem, weil die Ausstellung so kurz war, nur drei Tage.

Also haben wir Sonntag morgens unsere Sachen gepackt und sind nach Rüppurr gedüst. Da fahr ich sowieso gerne hin — das Freibad liegt in unmittelbarer Nähe zu meiner liebsten Dammerstock-Siedlung. Es war so schön leer, das Wetter war top, nicht zu warm und nicht zu kühl — und dann diese Kunst! So Vieles zum Grinsen, Staunen und Nachdenken. Und sehr ungewohnt, normal bekleidete Menschenträubchen am Beckenrand zu sehen (das war wohl eine Führung). Es war so super. Ich bin noch immer geflasht...

Meine Favoriten waren der Scherenschnitt-Stoff, der Stuhl mit Berieselung (wie gerne hätte ich so was im Hochsommer!), der Pommesgabelzaun, das blau-weiß-rote Verlängerungskabel (würd ich wirklich zuhause nutzen, hehe) und die Seepferdchenkollektion.

Wie gut ist bitte die Idee, Kunst ins Freibad zu holen? Ich wiederhole mich. Großes Kompliment an diese Initiative der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe! Sie haben sich so viel Mühe gemacht für diese drei Tage, auch für die begleitende Broschüre und die Wegweiser-Sonnenschirme und -Wasserbälle. 

Das lustige ist — für mich verschwammen die ausgestellten Werke bisschen mit den „normalen“ Dingen im Freibad. Also für mich hätten z.B. auch die alten „Frei“-Türschlösser, die Wassertiefenbezeichnung am Beton, die spacige Lord-Helmchen-Umkleidekabine (nebst Graffiti-Tag an der Wand) Kunst sein können. Oder mein kleines Frottee-Täschle. Und sogar Ps Body-Parfüm, das sie gefühlt alle 10 Minuten an sich dran gesprüht hat, hahaha. 

Es war so ein schöner erster Badetag, und der durfte natürlich nicht beendet werden ohne eine Kleinigkeit vom Freibad-Kiosk. Als wir davor stehen und die Schilder lesen und der Mann hinter der Theke schon alles anpreist was es so gibt („Wir haben Pommes, wir haben Steak, wir haben dies und das...“) meint P zu dem Herrn: „Also ohne jetzt zu wissen, was da genau drin ist, bestelle ich jetzt einfach mal die 'Wundertüte'.“ Beste Wahl — war sehr guat! Auch ein kleines Kunstwerk, wenn man so will.