Samstag, 30. Mai 2026

Blick zurück

Gesehen I „Kinderschauspieler — Der Preis des Erfolges“ in der Mediathek. Sehr interessante, aufschlussreiche und auch traurige Doku. Unter anderem mit Luna Jordan, die kürzlich viel zu früh mit 25 Jahren verstorben ist. Ich hab sie mal im Film „Dead Girls Dancing“ gesehen und war sofort geflasht von ihrer Ausstrahlung; ich hatte sie vorher nicht gekannt. Ihr Tod hat mich betroffen gemacht, so jung. Und so klug, was sie in der Doku sagt — sie thematisierte bei ihrer Dankesrede beim Österreichischen Filmpreis 2022 Machtmissbrauch in der Film-und Theaterbranche (hier mehr dazu). Klare Empfehlung für diese Doku!
Gesehen II einen seltenen VW Porsche, wie meine Eltern einen hatten vor über 50 Jahren (wie ich als Baby kreischend davor liege...), fast die gleiche Farbe — und auch noch meine Initialen auf dem Nummernschild. Immerhin hab ich mir gerade wenigstens ein original Porsche-R von einem 911er auf eBay geschossen, haha. Meine Mama ist damals mit dem Porsche  zum Unterrichten an ihre Schule gefahren. Als sie einen Kollegen Jahrzehnte später an einer anderen Schule wieder trifft, meint der: „Sie waren die, die immer mit dem Porsche zur Schule kam, oder?“ Lol
Gesehen III im Vorbeilaufen, dass auf dem alten ROTAG-Areal gerade ein Biergarten hergerichtet wird (hier ein paar Fotos, wie es in dieser ehemaligen Fabrik innen aussieht). Zur WM machen sie dort auch Public Viewing
Gehört Omar LinX — Can’t forget. Das kam einfach random auf Youtube. Der Song ist von 2014
Getan I zum Dammerstock geradelt. Das „Gasthaus zum Dammerstock“ ist jetzt fertig renoviert und hat zur Zeit donnerstags bis samstags von 17 bis 22 Uhr geöffnet (slow opening), hab ich dort auf einem Schild gelesen. Auf dem Weg zurück hab ich mir eine Wicke von einem Riesenblumenfeld stibitzt. Mal sehn, ob die in ein paar Tagen wieder ihre Farbe ändert
Getan II beim Bahnhofsviertel bisschen herumgelaufen, nachdem ich K dort rausgelassen hab. Besonders mag ich den Alkerblock dort — einen Wohnblock, entworfen vom Architekten Hermann Alker (hier mehr dazu; von Alker stammt auch das tolle Alte Hochschulstadion auf dem KIT-Campus Süd). Ich steh auf so kleine feine Details wie die geriffelte Linie zwischen den Fassaden-Oberflächen. Einen Tag später lese ich zufällig auf Insta, dass genau dort (wenn man durch das Hoftor geht, was ich mich nicht getraut habe) Egon Eiermann sein Büro hatte!
Gelesen in „50 Werke von Meisterinnen  — Ein Museumsführer für Baden-Württemberg“ von Barbara König. Super interessant (mit Werken u.a. von Hanna Nagel, Jenny Holzer, Pipilotti Rist und Rosemarie Trockel)! Gerade neulich habe ich gelesen, dass im Kunstmuseum Karlsruhe der Anteil der Werke von Künstlerinnen bei 17 % liegt. Das müssen mindestens 50 % werden
Getrunken eine Eigenkreation aus Resten im Kühlschrank: Ginger-Ale-Limo. Dafür 2 Limetten auspressen und den Saft in einen 1-l-Pitcher schütten, ein paar Blättchen Minze klein schneiden und dazu geben, mit je einem halben Liter Ginger Ale und Wasser auffüllen. Mit viel Eis genießen! Saulecker
Gegessen Obstsalat, leider ohne „Wieder-da-Lambada“
Gelacht I über einen Postillon-Spruch auf Insta: „WM-Sensation! Nagelsmann holt Lothar Matthäus als Libero“. K fand es nicht cool, dass Nagelsmann Neuer nominiert hat als Torwart, (großes Thema hier, haha). Auch dass Nagelsmann bei der PK zur Nominierung (Weihnachts?-)Socken (mit Zuckerstangenmotiv) trug, die Baumann ihm einst geschenkt hatte — hier. K: „Respektlos, wenn du mich fragst.“
Gelacht II wie K nachts gebannt auf seinem Computer starrt und Ancelottis Verkündigung vom Brasilien-Kader verfolgt. Die große Frage war scheinbar, ob Neymar dabei ist (ja!). K: „Er würde seine letzte WM spielen.“ Aktuell ist Neymar aber verletzt und die WM steht auf der Kippe. Gerade habe ich gelesen, dass es ein Ultimatum für ihn gibt bis 12.6., seine Fitness nachzuweisen. Es bleibt spannend
Gelacht III als eine Frau mit Schwimmreif unter dem Arm Richtung Alb auf der Straße vorbeiradelt. So was hätte ich am See auch gebrauchen können. Oder eine Luma. Oder noch besser, ein Standup-Paddle. Das hatten am See erstaunlich viele (und ganz besonders toll fand ich das Brett auf dem der Mann paddelte, während die Frau sich sonnte, hehe)
Gefreut einen neuen, sehr schönen Baggersee entdeckt zu haben (dank Tipp von Ks Freundin). So lustig, die Leute da immer. Links von uns war ein älteres Päärchen, das sich in einer Tour zoffte. (So lustig war das eigentlich gar nicht. L: „ Warum sind Leute so?“) Hinter uns saß ein Mann, der die ganze Zeit telefonierte. Am anderen Ender der Leitung fragte wohl jemand, wie lange er dort sei, denn er sagte: „Ich bleib nur kurz, ich hab gar keine Sonnencreme dabei. Ich hopf jetzt mal kurz in den See.“ Rechts von uns unterhielten sich zwei Omis über die Wassertemperatur: „Ich hab gehört, der See soll 17 Grad haben.“ (Das scheint mir bissl zu wenig zu sein, das Wasser war sehr angenehm!). Und dann waren da zwei Jungs, so im Alter von P. Sie hatten wohl Proviant dabei, denn der eine fragte den anderen: „Magst du ein Schokobrötchen?“ Wie süß... Im Wasser unterhielten sie sich über Fische. Mit vielen „Bruders“ und „Diggahs“ in jedem Satz und am Ende machten sie mir bisschen Angst: „Hier ist bestimmt ein 3m-Wels, hahahha.“ Oh noooooo. Als ich mit L vom See zurückkomme, fragt mich K., wie ich den See fand, immerhin kam der Tipp von ihm. „Super!!“ „Und? Warst du im Wasser?“ „Jaa!??! Drei, vier mal.“ K: „Waasss? Du?? Im Wasser??“ Warum ist ihm das so ein Rätsel!? Auf dem Rückweg brachten wir unser Pfand zurück und tauschten es gegen ein Laugenbaguette ein (Brezen waren aus, huch — das kenn ich sonst nur von Garmisch). Rundum schöner Tag am See. Aber eine Paketlieferung hab ich währenddessen verpasst. Als ich heimkomme, liegt ein Abholzettel im Briefkasten. Ich wusste gar nicht, dass Pakete neuerdings in Packstationen zur Abholung bereit gestellt werden. Gar keine schlechte Idee!
Geärgert dass ich erst zuhause bemerke, dass bei meiner Drogeriemarkt-Express-Bestellung was fehlt. Ich dachte mir noch, das „System“ könnte fehleranfällig sein, weil das ja auch nur Menschen sind, die die Bestellungen zusammen richten. Reklamieren/Erstattung ging aber easy in der App
Gestaunt über ein sozusagen neues Papamobil. Der Papst weiht den neuen E-Ferrari ein — das sehe ich in einer Boulevard-Sendung im TV. Ich berichte K davon. Er wusste es natürlich schon — wie kann es anders sein? Ich: „Dieser Ferrari kostet 500.000 EUR. “ K korrigiert: „650.000 EUR!“
Gelernt I dass K die neuartigen Rücklichter bei E Mercedes und E Ferrari nicht feiert. Passend dazu wird mir ein lustiges Bild auf Insta angezeigt, das ich ihm weiterleite
Gelernt II für was das C in „C. Josef Lamy“  steht. Das stand als Absender in meiner E-Mail-Bestell-Bestätigung. Ich hab mir den Füller meiner Kindheit wieder geholt, aber etwas knalliger als damals, nämlich in Pink — und als Rollerball-Pen. Er hat keine Feder, schreibt aber mit Tinte; raffiniert. Auch K war sehr angetan, das will was heißen. (Er so ganz erstaunt: „Ist das ein Hybrid? Tinte und Roller!!“) Erst dachte ich, das C steht bestimmt für Carl. Aber als ich Google befrage, werde ich eines besseren belehrt. Dass Lamy in Heidelberg sitzt, wusste ich, nicht aber, dass das C für Clifford steht, hui. Der Firmengründer war Amerikaner! Dann könnte der Inhaber von meinem Kiosk neben der Schule früher ja doch recht gehabt haben mit seiner Aussprache. Immer, als Klein-Juli Tintenpatronen kaufte, sagte der Mann hinter der Theke: „Ah, für dich einmal Lämmy-Patronen.“ Wir haben das immer bisschen belächelt. Aber vielleicht wusste er ja, dass der Firmengründer Amerikaner war und hat das nur englisch ausgesprochen. Ohaaa
Gelernt III was Tintenlöscher auf englisch heißt. Bei uns hieß das in der Schule damals „Killer“
Gelernt IV dass es eine Via Julia gibt! Ich kannte die Via Claudia, aber Via Julia war mir neu. Der Weg geht von Günzburg über Kissing (ich mag den Ortsnamen) bis Salzburg
Gefunden eine super erhaltene amerikanische Ausgabe von „Momo“ am Wegesrand und sie sofort in meinen Fahrradkorb gepackt — für P
Gekauft Sonnencreme. Für L musste es Sonnenöl sein (wichtig, hehe)

Schönes Wochenende!



































Samstag, 23. Mai 2026

Blick zurück

Gesehen „Häuser der Kunst — Schloss Derneburg: Georg Baselitz und seine Erben“ in der arte Mediathek. Ich wusste nicht, dass er ziemlich abgeschottet in einem Schloss lebte! Ohaaa. Ich mag seine Kunst sehr. Von 1977 bis 1983 lehrte er an der Kunstakademie Karlsruhe, lese ich gerade. Auch ohaaa
Getan I mit L die Vernissage von „Top 26“ (Ausstellung der 19 Meisterschülerinnen und -schüler der Kunstakademie Karlsruhe) im Reuchlinhaus Pforzheim besucht. So cool, das fensterfüllendene Kunstwerk von Ruben Brückel, den ich neulich schon in der Pagodenburg in Rastatt gesehen hatte! Er bemalt sonst meist Wände (oder wie auf dem KIT-Campus Tore) — diesmal hatte Glas als Untergrund Premiere. Ich frage nach, mit welcher Farbe er gemalt hat, und er antwortet „mit Buttermilch, zum ersten Mal“. Auf so eine Idee muss man erst mal kommen, wow. Auf das Reuchlinhaus mit dem Schmuckmuseum freue ich mich jedes Mal wieder neu! Jetzt hatte ich erstmals L dabei und sie war auch beeindruckt. Auf der Homepage heißt es u.a.: „Das Reuchlinhaus wurde 1961 eingeweiht und nach Entwürfen von Manfred Lehmbruck gebaut. Es ist das erste Projekt, bei dem Lehmbruck seine wissenschaftlichen Forschungen zu Museumsbauten in die Praxis umsetzte und verhalf ihm zu seinem architektonischen Durchbruch. [...] Deutlich auf den Barcelona-Pavillon anspielend, setzte Lehmbruck Ludwig Mies van der Rohe mit dem Reuchlinhaus ein Denkmal. Auf Vermittlung von Mies van der Rohe assistierte der junge Architekt zeitweise bei Auguste Perret in Paris, wo er die Inspiration für seine Wendeltreppe fand.“ (mehr hier)
Getan II mal wieder zur schönen St. Konrad Kirche geradelt. Es ist immer so besonders, ganz alleine in einer großen Kirche herumzustreifen. Zum Glück war sie offen! In dieser Kirche fasziniert mich neben der Architektur die Materialvielfalt. Die geschlämmten Ziegelsteine, der Sichtbeton (da haben wir ihn wieder), die Geflecht-artige Decke, das Glas...
Getan III Eiermann-Stühle und Ulmer Hocker in einem Antiquitätenladen angeschmachtet
Gelesen in zwei neuen Büchern, inspiriert vom Film von letzter Woche („Eileen Gray und das Haus am Meer“): „Le Corbusier“ von Norbert Huse und „Eileen Gray — A House in The Sun“ von Charlotte Malterre-Barthes & Zosia Dzierzawska. Graphic Novels beste
Getrunken mal wieder selbst gemachte Granatapfellimo nach Jamie Oliver
Gegessen Lu Lu Barquettes, ein Mitbringsel von P aus Frankreich (funny, die Teile sind auf der Verpackung exakt so groß abgebildet wie sie in echt sind)
Gelacht I über Ks Cars-Crocs. Als er zum Training aufbricht, muss ich lachen. K: „Ich krieg auch jedes Mal Sprüche von meinen Mannschafts-Kollegen zu den Schuhen.“ „Echt? Was sagen die denn?“ „Ist das dein Signature-Style, solche Sachen...“
Gelacht II P unterstützt die Schule, in der sie Praktikum gemacht hat, bei einem einwöchigen Zirkusprojekt. Mit den Kindern werden in verschiedenen Gruppen Darbietungen einstudiert, die dann am letzten Tag der Projektwoche die Eltern zu sehen bekommen. Zuerst war P in der Fakirgruppe, wo sie Überglasscherbenlaufen und Nagelbrett-Darbietungen einstudierten, haha. Später wechselte sie zu der Gruppe mit den Fahrradtricks. Sie meinte, man könne genau beobachten, dass manche Kinder nicht gerne im Mittelpunkt stehen und solche Vorführungen eher nicht so gerne mögen. P: „Kann ich aber verstehen.“ „Ich auch! Ich war genauso.“
Gefreut I über Pfingstrosen
Gefreut II über eine kleine Nachricht von meinem geheimen Lektor. Dass K meinen Blog überhaupt liest — und dann noch ein Lob, wie süß
Geärgert dass die Schnaken schon wieder da sind, und sehr aktiv
Gewundert P war in Strasbourg auf einem Konzert von Dakeez (Franz-Rap) und danach noch in einem Club. Sie füttert mich von unterwegs mit Fotos. Auf dem Rückweg ist sie ganz überrascht: „Selbst um 3.00 Uhr nachts stehen sie an der Grenze und kontrollieren. Die werden sich auch gewundert haben — fahren da einfach zwei Mädchen nachts über die Grenze, lol.“ Ich beobachte bisschen den Künstler, auf dessen Konzert sie war, auf Insta und entdecke in seiner Story Merch — Shirts bedruckt mit Wörtern. Ich frage P: „Und, hast du dir ein Shirt mit 'Amour & Sacrifice' geholt, haha?“ „Nein, leider waren die Shirts alle schon weg. Die hatten viel zu wenige! Ich hätte mir aber das Shirt mit 'Brutal' geholt.“ „Ahaa. Gute Idee. Gutes Wort. Auch mit bisschen Bezug zur Architektur im weiteren Sinne... Du weißt, dass Brutalismus in der Architektur für Bauten aus Sichtbeton steht?“ „Nee, echt?!“ „Jetzt weißt du es.“ Statt Shirt hab ich ihr ein paar Tage später eine Karte mit BRUTAL nach Heidelberg geschickt. Passend dazu hab ich letztens in der Stephanienstraße einen brutalistischen Bau aus den 1960er Jahren fotografiert (auf sosbrutalism.org mehr dazu — eine tolle Seite generell). Ich mag Sichtbeton sehr gern, aber leider muss man ihn unter ökologischen Gründen heute sehr kritisch sehen
Gekauft ein Feuerzeug

Schönes Wochenende!