Gesehen I die Mini-Serie von Tahsim Durgun, „Deutschland, ich küss dein Herz“ in der ARD-Mediathek. Super! Ich feier seine Tante Zeynep. (Ich mochte auch sehr gerne sein Buch „Mama, bitte lern deutsch“). Gerade hab ich auf Tahsims Insta-Kanal gelesen, dass er sich zurückzieht und seine Lesetour auf nächstes Jahr verschoben hat. Ich hab ja bisschen seine Geschichte mitverfolgt und ich frage mich immer, wenn Menschen in relativ kurzer Zeit so groß und erfolgreich werden und so viele Sachen gleichzeitig machen (Insta, Buch, Film, Serie, Lesetour, Podcast...), wie sie das alles schaffen, ohne zusammenzubrechen. Offensichtlich schaffen sie es nicht. Gut, dass er sich eine Auszeit nimmt
Gesehen II wieder die vollen zweieinhalb Stunden Liveübertragung „O’zapft is“ (dazu passend voller Oktoberfestcontent in den Chats mit den Kindern, hehe). Es ist keine Sekunde langweilig und ich hab wieder ganz viel gelernt: Dass die ersten Leute am Tag vor der Eröffnung schon ab 16.00 Uhr vor den Zäunen standen, ohaaaa (die übernachten praktisch vor der Wiesn, um als erstes am nächsten Tag ins Bierzelt losspurten zu können, sehr verrückt). Dass man bei der Fischer Vroni seinen eigenen Fisch mitbringen und grillen lassen kann (da kamen Mitglieder des Isarfischer e.V. und brachten selbst geangelte Bachforellen mit, haha). Dass Konstantin Schottenhamel hinter seinem Zelt ein Büro hat, das auch ein Hochbett beherbergt, in dem er untertags ein Nickerchen machen kann. Dass es Stände gibt, bei denen es nicht nur gebrannte Mandeln sondern alle möglichen gebrannten Nusssorten gibt (hab ich mir gemerkt! Ich hab auch schon schon gebrannte Pekannüsse oder Cashewkerne kredenzt... diese Tage hab ich Erdnüsse probiert... alles sau lecker!). Dass es im Löwenbräuzelt neuerdings Kaspressknödel gibt, haha. Dass der neue grüne OB Dominik Krause fleißig im Rathauskeller Fassanstich geübt hat und zwei Schläge braucht bis zum „O’zapft is. Auf eine friedliche Wiesn!“ (zu lustig, wie er nur gaanz kurz genippt hat an seiner Maß und den Krug sofort wieder absetzte. Das war er, der 2023 sagte, dass das Oktober die weltweit größte offene Drogenszene sei, lol). Dass früher die armen Leute auf der Wiesn saure Gurken verkauft haben und diese Tradition jetzt wieder auflebt und für diesen Job extra ein geeigneter Verkäufer gecastet wurde. Er läuft auf der Wiesn umher mit langem Mantel, Filzhut und Holzfässchen vor dem Bauch und verkauft einzelne Saure Gurken für 1,60 EUR das Stück. Witzig
Gehört viel Oasis (z.B. „Don’t look back in anger“), nachdem in der Kulturzeit ein Bericht über die Band kam. Ich wusste gar nicht, dass sich die Brüder Liam und Noel so zerworfen hatten und 15 Jahre nicht mehr miteinander gesprochen haben. Jetzt gibt es einen Film über Oasis (so funny, wie die Kinder auf der Premiere teils ihren Vätern ähnlich sehen, hier). Sie haben sich wieder versöhnt und gehen nächstes Jahr auf Tour. Ich weiß noch, wie 2002 mein Bruderherz auf ihrem Konzert in Frankfurt war. Zwei Tage später gab es diesen berühmten hässlichen Vorfall im Bayerischen Hof und das Konzert in München wurde abgesagt (hier). Heieiei
Getan I endlich mit L ins Café gegangen. Das hatte ich schon so lange vor. Ich hab ein nettes kleines gefunden in Beiertheim, das Nello. Wie schön es da ist (hehe und diese Ananas auf einem random Fahrradgepäckträger dort...)
Getan II mit P den Engelssteig in Bühlertal gewandert. Ich hatte davon in den BNN gelesen. Ich liebe Weinberge — vor allem die Headline „Eine der steilsten Hanglagen Europas“ hat mich sehr neugierig gemacht. Also sind wir los gedüst und diesen tollen Weinberg hoch! Natürlich haben wir an der Abzweigung zum „Gipfel“ (normaler Weg oder über den alpinen Klettersteig?) den Klettersteig genommen. Vor allem P war treibende Kraft: „Ich liebe Challenges!“. Und dann musste ich mich als völlig Ungeübte in Turnschuhen mit Seilen an diesem echt steilen Felsweg hochhangeln. Ich hab mich totgelacht: vor mir P mit Handtäschchen kraxelnd — und ich selbst ja auch! Ich: „Das gibt’s bestimmt nicht so oft, dass da welche mit Handtäschchen hochklettern, hahaha.“ P: „Ain’t nobody seen that before.“ Und: „Du auch noch mit Kleidchen!!“ Lol. Von oben hatte man einen Traumblick — unten das Freibad von Bühlertal (in das ich nach der Wanderung zu gerne gesprungen wäre!!) und in der Ferne der Pfälzer Wald (oder Vogesen??)... Ich hab auch noch nie Einzelstockreben gesehen. So schön alles dort!! Hat sich voll gelohnt, dieser Ausflug. Zuhause hab ich mich dann bissl geärgert, dass ich in der Touri-Information keine Flasche von diesem besonderen Steillagen-Wein mitgenommen hab. Immerhin ein guter Grund, da nochmal hin zu fahren, hehe
Gelesen in meinem kleinen Reclamheft mit Rio Reisers Liedtexten*. Sad...
Getrunken ein special Cola am Abend mit ganz viel Eis und einem Zitronenschnitz. Das Cola hat mir L mitgebracht (ich feier, wenn sie an mich denken und mir random was aus dem Supermarkt holen, ohne „Auftrag“): Cola zero koffein, zero sugar, zero kalorien
Gegessen ein tiny Bounty
Gelacht I dass K jetzt auch im Boston-Club (Birkis) ist. Ich: „Ziehst du nicht mehr deine Crocs zum Training an?“ K: „Nee, gerade nicht.“ „Haben sie was gesagt zu deinen neuen Birkis?“ „Ja!“ „Und was?“ „Ob die wirklich so bequem sind.“ „Was hast du geantwortet?“ „Ich finde schon.“ So lustig, wie sich die Herrenmannschaft über Schuhe unterhält in der Kabine. Dazu passte der funny Gästebuch-Eintrag neulich in einer Ausstellung im Regierungspräsidium. Ob mit den „San Birkenstock“ auch das Modell Boston gemeint war?
Gelacht II dass K mir, während er auf einem Seminar im Schwarzwald ist, Instruktionen ins Auto gibt, den Reifendruck betreffend
Gelacht III über Stories aus dem Megges in NYC. L und P wollen sich was zu essen holen. Sie stehen am Terminal, L bestellt sich ein Oreo Mc Flurry. Als sie ihr Eis an der Ausgabe bekommt, bemerkt L, dass die Schokosoße fehlt und nur Oreo-Stücke zu sehen sind. L dachte, da wäre automatisch Schokosauce dabei — das hätte man aber scheinbar extra auswählen müssen. Sie geht trotzdem zur Theke und fragt an der Kasse: „Excuse me, can I get chocolate sauce please?“ Einer der Typen murmelt was von „You do have to pay“ und „Let me get the manager“. Dann kommt der Megges-Manager und fragt: „What’s the problem?“ L wiederholt ihre Frage. Der Manager macht angenervt die Schokoladensauce über Ls Mc Flurry. Eine random Kundin neben L bekommt alles mit, vor allem die übelgelaunten Gesichter: „You gotta make them laugh, they look so miserable.“ Und L antwortet: „For real.“ (was in diesem Kontext zwar niemand dort so sagt, aber die Frau versteht sie trotzdem und die beiden müssen lachen). Wow, was für eine Geschichte. L schafft es, in NYC vom Manager persönlich Schokoladensauce zu erhalten — und das ganz umsonst. Hahahahaha
Gelacht IV dass Mama gleich eine Anekdote zu erzählen wusste zur Künstlerkneipe, bei der ich auf meiner Radtour nach Daxlanden vorbei kam
Gefreut I als ich ein neues, tolles Museum entdecke, das Everson Museum of Art in Syracuse. Leider zu weit weg für mich — aber vielleicht was für P, die gerade ihre zweite Familie drüben besucht. Ich hab es ihr dringend ans Herz gelegt. Dann meinte sie: „Vielleicht frag ich mal Grandma Barb, ob sie mit mir hinfährt.“ Hehe
Gefreut II P erzählt, dass ein Freund aus den USA zu ihr sagte: „Du sprichst besser Englisch als ich.“ Ein größeres Kompliment gibt es ja wohl nicht, ohaaaaa. I wish
Gefreut III auf dem Blumen-zum-Selberschneiden-Feld unter den komplett abgeernteten Artischockenstrauch doch noch eine kleine Blüte zu finden, versteckt unter Laub. Diese Farben!!
Gefreut IV über „Postkarten“ aus Portugal, wo P urlaubte. So viele schöne Fotos. Diese Fliesen dort und die Häuser! So außergewöhnlich! P meinte, die Portugiesen feiern es nicht so, wenn man nicht in ihrer Sprache kommunizieren kann: „Sie geben einem Side eye. Aber sie sind trotzdem freundlich.“
(überkrass) Gefreut V über so liebe Worte von meiner L aus dem Fitti. So sweet, wie sie auf dem Laufband am Handy liest. Ich hab gleich P davon erzählt, weil ich so geflasht war und mich frage, von wem L das hat (meine Oma war auch so ein Herz wie sie!!)
Geärgert I als mich eine Traube von Rennradfahrern schneidet, als ich gerade in einem Wohngebiet in Rüppurr mit dem Rad unterwegs bin. Auffallend viele Hobby-Rennradler gibt es zur Zeit, finde ich. Ist mir noch nie so aufgefallen wie dieses Jahr. Und alle gedressed wie die Voll-Profis, schnelle Brillen inklusive
Geärgert II (ist gar kein Ausdruck) was Trump anrichtet
Geträumt dass K und mein Bruderherz zusammen in einen Supermarkt gehen und K mein Handy ausgeliehen hat. Als sie zurückkommen, ist mein Fotoarchiv auf dem Handy voll mit orangefarbenen Fotos — K hat unterwegs lauter Auto-Blinker-Makros fotografiert. Ich frage ihn: „Kann ich die Fotos wieder löschen? Wenn ich viele Fotos mache, lösche ich die gleich wieder, sonst ist ja mein Speicher gleich voll.“ (Haha, das mache ich aber wirklich immer!) Jedenfalls hab ich in Anschluss an diesen Traum versucht, Blinker zu fotografieren, so wie sie im Traum aussahen, so große Makro-Aufnahmen von diesem orangenen Plastik an den Rücklichtern. Aber ich hab die Rechnung ohne die heutigen Blinker gemacht. Es gibt keine orangefarbenen Blinkerplastik mehr an Autos. Müsst ihr mal drauf achten. (Das Plastik ist nur noch Rot und Weiß, nur das Blinkerbirnchen innen ist orange). Das gibt’s nur noch an sehr alten Fahrzeugen, wie z.B. dem Duchesse oder dem alten Fiat Spider, die ich neulich auf meiner Radtour durch Grünwinkel gesehen habe
Gelernt I dass das längliche Gebäude in der Dammerstocksiedlung früher ein Waschhaus war. Die Siedlung wurde 1929 gebaut (und soll in drei Jahren ihr großes Jubiläum feiern und wieder bisschen rausgeputzt werden). Für damalige Zeiten war das Waschhaus wie eine kleine Revolution. Im Erdgeschoss waren auf der einen Seite in einzelnen Kabinen Waschbecken für die Vorwäsche und auf der rechten Seite standen große Waschmaschinen, die ein extra dafür Angestellter bediente. Die Menschen aus der ganzen Siedlung konnten so ihre Wäsche auf sehr moderne Weise waschen. Im ersten Stock wurde die Wäsche aufgehängt. Durch die Lamellenfenster entstand ein Luftzug, der die Wäsche trocknete. So cool! Seit 1974 sitzt in diesem Waschhaus ein Architekturbüro. Am Tag des offenen Denkmals hatte ich die Gelegenheit, mich dort bisschen umzusehen, was ich normalerweise nur von außen bestaunen kann. Und ich kam in den Genuss eines kleinen Vortrags, den einer der Architekten über das Waschhaus hielt. So interessant
Gelernt II ein neues Wort von P: chip in. Heißt so viel wie zusammenlegen (finanziell), z.B. für einen Flug nach USA...
Gekauft einen Teller von Stefan Marx und mit P darüber philosophiert, wie wir den Spruch darauf verstehen — „The sun goes down alone“
Schönes Wochenende!
* z.B. dieses unveröffentlichte:
Ich sitz am Fenster
Immer wenn es dunkel wird
Sitz ich hier am Fenster
Schau zu, wie die Welt sich dreht
Die Sonne untergeht
Die Straßen sind mit Menschen voll
Ich weiß nicht, mit wem ich reden soll
Ich hab ein Bett
Aber kein Zuhause
Ich lese tausend Bücher
Und ich finde keine Antwort
Selbst zwischen den Zeilen
Ist nur graues Papier
Ich weiß nicht, wohin soll ich gehen
Hab genug gehört und genug gesehen
Die vollen Bars und die leeren Worte
Ich wünschte, ich wäre bald zu Hause
Ich wünsch mir, ich wäre bald zu Haus












































































