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Montag, 13. September 2021

Liebling der Woche: Der EA 101

Diesen schwarzen Eames Bürostuhl EA 101 habe ich letzte Woche über die Ebay Kleinanzeigen gefunden. Ich verbinde mit diesem Stuhl Erinnerungen an meine Kindheit. Der gleiche Stuhl stand, in zweifacher Ausführung, bei meinen Eltern am großen breiten Holz-Schreibtisch. Ich sehe meine Eltern noch heute davor sitzend: Papa, wie er Pfeife rauchend die Medical Tribune wälzte und Mama, wie sie abends noch die Klassenarbeiten ihrer Schüler korrigierte und die nächsten Unterrichtsstunden vorbereitete. Bis sie diese Stühle irgendwann auf den Sperrmüll gegeben haben. Das werde ich nie verschmerzen. Deswegen musste bei mir jetzt so ein Stuhl einziehen.

 








Mittwoch, 19. Mai 2021

Von der Praxis in die Wohnung

Drei Möbelstücke konnte ich aus der Praxis meines Vaters retten. Das restliche, komplette Mobiliar, das beim Verkauf an den Nachfolger ging, wurde kurze Zeit später zum Sperrmüll gegeben. Mir blutet noch heute das Herz, wenn ich daran denke — obwohl es 15 Jahre her ist. Nicht nur der materielle Wert der Möbel war immens, auch der ideelle. Ich fand die Einrichtung der Praxis super, ich verbinde viele Erinnerungen damit an meine Kindheit und Jugend in Bretten. Ich war oft zu Besuch in der Praxis. Meistens, um Papa zu besuchen, manchmal als Patientin. Noch heute frage ich immer ihn als erstes um Rat, wenn ich ein medizinisches Anliegen habe.

Mein Onkel, der Architekt war, hatte damals die Praxis bis ins kleinste Detail geplant — die Aufteilung der Räume, die Farbe der Türen (dunkelblau!), den Teppichboden, die Beleuchtung und eben die ganze Möbelausstattung. Ich hätte mir gerne noch viele weitere Stücke gesichert, zum Beispiel eins der vielen, vielen USM-Regale. Ein Skandal, was mit den Sachen passiert ist (oder wie eine französische Insta-Leserin so treffend kommentierte: „Inculte! Connards!“. Das Wort musste ich googeln, aber es stimmt zu 100%.)

Immerhin stehen ein Sessel aus dem Wartezimmer sowie der Schreibtisch und das Sofa aus dem Sprechzimmer hier bei mir in Karlsruhe. Auf dem Sofa bin ich schon gewickelt worden, es stammt noch aus den 1960er Jahren und wurde angeschafft in der Studentenzeit meiner Eltern, als sie noch in Würzburg lebten. Es stand dann, genau wie die Sessel und der Schreibtisch, über 24 Jahre in der Praxis.

Mir gefällt der Gedanke, dass die Möbel, die früher bei meinen Eltern zu Hause (oder in der Praxis) standen, später in den Wohnungen meiner Kinder landen werden. Die Geschichten gehen weiter — von Generation zu Generation weitergegebene Möbel. Möglich ist das, wenn Möbel qualitativ hochwertig gefertigt sind und ein klassisch-zeitloses Design haben. Im ersten Moment erscheinen sie teuer in der Anschaffung — aber auf lange Sicht sind sie eine gute Anlage und bereiten verschiedenen Menschen jahrzehntelang Freude. So wie im Augenblick mir.

 








Mittwoch, 10. Juni 2020

Praktischste Tischfüße ever

Eeeewig schon wollte ich gerne Besitzerin dieser Tischfüße werden. Zwischenzeitlich hatte ich sie vergessen, auch weil hier eigentlich kein weiterer Tisch benötigt wird, geschweigedenn Platz hätte. Aber neulich zeigte mir eine Werbung auf Instagram ein verlockendes Angebot, dem ich nicht widerstehen konnte. Ja, ich bin bekennendes Marketingopfer. Fürs Balkönchen ein kleines Tischchen, dachte ich — da wären die schlanken Füßchen doch ideal. Es gibt die Exemplare nämlich auch in einer stabileren und höheren Ausführung, z.B. für Schreibtische.

Kurz nach der erfolgreich abgeschlossenen Bestellung der Füße klickte ich mich durch Shops, die Holz verarbeiten bzw. Zuschnitte anbieten und orderte ein Brett in meinem Wunschmaß. Ich habe schwarz durchgefärbtes MDF gewählt, 19 mm stark. Für irgendwas muss meine Schreinerausbildung ja gut gewesen sein.

Jetzt haben die zwei dunklen Kollegen zueinander gefunden und ergeben ein formidables Ganzes. Und das ohne Werkzeug! Das gute an diesem Steck-System ist, dass man superschnell ein neues Tischchen zaubern kann, wenn man zum Bespiel eine andere Farbe, Tiefe oder Breite möchte: Einfach ein neues Brett kaufen oder auf dem Sperrmüll finden und austauschen. Genial!

PS.: Bei Regen braucht der kleine Balkonassistent übrigens drinnen Asyl. Trotz Behandlung mit Hartöl ist die MDF-Platte größeren Wassermengen nicht gewachsen.







Mittwoch, 27. Mai 2020

DIY: Einen Spaghetti-Stuhl neu bespannen

Über drei Jahre ist es schon wieder her, dass ich meinen Balkonstuhl auf dem Sperrmüll gefunden habe. Ein paar Häuser weiter, sehr praktisch. Damals habe ich dem Gestell einen neuen Anstrich verpasst und das Ding sah wieder aus wie neu (hier). Die rote Bespannung war noch tadellos.

Mit den Jahren ist das Material ermüdet — die innen hohle Plastikschnur hat sich gelöst bzw. ist an einigen Stellen gerissen. Selber bespannen war das Mittel der Wahl, um den superbequemen Gartenstuhl zu einem zweiten (oder dritten) Leben zu verhelfen.

Für das neue Gewand bestellte ich Expander-Seil, das gibt es in vielen Farben. Ich wollte Schwarz. Das Bespannen war eine sehr mühsame, zeitaufwändige Arbeit. Wichtig war, das Seil immer sehr stark zu spannen während des Umwickelns. Für die Wickel-Technik habe ich ganz genau hingeschaut beim Original, bevor ich das alte Seil entfernt habe.

Es hat sich gelohnt. Bequem wie eh und je! Spaghetti wird ausgiebigst genutzt, Wetter ist ja Bombe!

PS: Wie viele Meter Seil wurden wohl verarbeitet (an der Sitzfläche sieht man, dass ich mich low key verkalkuliert habe, wa)?














Mittwoch, 22. Januar 2020

Philukos Lieblinge von Pharao24

[Werbung / Kooperation mit Pharao24] Aus Erzählungen meiner Eltern kenne ich ein Abend-Ritual aus früherer Zeit: in der Fußgängerzone spazieren gehen und die Auslagen in den Schaufenstern begutachten. Die Spielregel bei jedem Fenster lautete: „Finde mindestens ein Stück, das dir gefällt und das du kaufen würdest.“ Klingt einfach, ist es aber nicht – wenn man wählerisch ist und der eigene Geschmack nicht unbedingt dem der Masse entspricht.

Das Spiel könnte von mir sein. Ich habe das auch schon, in ähnlicher Form, mit den Kindern gespielt – mit Möbelmagazinen oder Modezeitschriften. Man lernt Erstaunliches über den Geschmack der eigenen Ableger…

Das „Windowshopping-Spiel“ kann man heutzutage bestens aufs Internet übertragen. Ich habe das dieser Tage getan beim Möbelshop Pharao24, der auf den ersten Blick nicht dem gängigen Philuko-Geschmack entspricht. Auch ich bin wählerisch. Deshalb fand ich es spannend, mich mit den einzelnen „Schaufenstern“ (Kategorien) von Pharao24 zu beschäftigen. Beim Durchscrollen der Rubriken Sofas, Leuchten, Tische etc. sehe ich sofort, was mir gefällt und was nicht. Ich nenne das den Scanner-Blick — schnelles Rosinenpicken sozusagen.

Und auch wenn ich Designklassiker sehr gerne mag, war ich schon immer der Überzeugung, dass man sie nicht unbedingt benötigt, um eine Wohnung schön zu einrichten. Außerdem — mit großem Budget hübsch einrichten kann jeder. Spannend wird es erst, wenn man mit weniger mehr erzielt. Und genau deswegen hat mir das „Perlenfischen“ bei Pharao24 Spaß gemacht. Meine Lieblingsstücke habe ich euch unten zusammengestellt. Ich hätte jetzt große Lust, mir eine Zweitwohnung anzumieten und mit meinen Favoriten einzurichten, haha.

Hier geht es zu Pharao24

 
Viel Spaß beim Perlenfischen!


Alle Fotos @ Pharao24 



Armlehnstuhl aus Rattan

Esszimmerstuhl (2er Set) Vulcano

Esszimmerstuhl (2er Set) Giralna

Esstisch Trasmina

Hängeleuchte Split

Apothekerkommode Dortina

Standregal Meran

Sofa Domago

Couch Garcia

Flurspiegel Valdi

Stehlampe Fabio

Hochflor Teppich Hayato

Futonbett Remote

Donnerstag, 20. September 2018

Großkariert – der neue Schreibtisch

Nicht nur der Esstisch hat bei uns Geschichte (hier ein Beitrag zum runden Tisch von 2011), sondern neuerdings auch der Schreibtisch im Kinderzimmer, auf den ich ehrlich gesagt schon immer scharf war. Er stand 25 Jahre im Sprechzimmer der Praxis meines Vaters und genauso lange schmachtete ich dieses großkarierte Teil an. Bei meiner Erstklässlerfreundin saß ich beim Frühstück an dem gleichen Tisch, nur hatte er da eine quadratische Form. Und irgendwann, irgendwann wollte ich auch so einen Tisch haben.

Jetzt machten wir Nägel mit Köpfen, befreiten das Prachtstück aus dem Eltern-Keller und holten es nach Karlsruhe (d a n k e  an Arthur und Nicolas fürs Mitschleppen – Ihr habt was gut bei uns!). Auch auf Drängen des Kickers hin ...der kleine K ist nämlich genauso ein Ästhet wie ich. Er wollte den Tisch unbedingt in seinem Zimmer haben.  

(Mir war schon klar, dass dieser Tisch ein Designerstück ist, aber dass das soo ein Schatz ist, wusste ich erst, nachdem ich auf diese Seite geklickt hatte. Oha.)

Finally. 

Vorher



Nachher

Donnerstag, 28. Juni 2018

Supertische

[Werbung] Mein Lieblingsexemplar eines Wohnzimmertisches ist der aus Plexiglas. Unserer stammt noch von meinen Eltern aus den 1960er-Jahren. Auf ihm wurden früher sämtliche Spirituosen abgestellt, eine offene Minibar quasi. Ich liebe diesen Tisch, weil er praktisch, schön und „leicht“ ist. Er ist eine schwebende Abstellfläche, top in Funktion und Form. 

Und deswegen habe ich zwei kleinere Geschwister dieser Art zu uns geholt. Das Duo stammt von Menz Acrylmöbel. Die Firma hatte bereits in einem Gastbeitrag auf Philuko die Vorteile von Plexiglasmöbeln erläutert. Sie sind so vielfältig, diese zurückhaltenden Luftikusse. Ob als Beistelltisch im Wohnzimmer, als Minibar, Nachttisch oder als Ablage im Bad,... Die Einsatzmöglichkeiten sind zahlreich und, egal wie und wo, stets hübsch anzusehen! N’est-ce pas?





Der „große Bruder“ aus den 1960er-Jahren als Wohnzimmertisch




Donnerstag, 17. Mai 2018

Vasensegen

Was die Kissen für das Sofa, sind die Vasen für den Tisch. Man kann nie zuviel davon haben. Weil man mit diesen beiden Helfern schnell hier und da einen Akzent setzen kann. Außerdem sind Blumen immer gut. Und selbst ohne Blumen, z.B. in einer Sammlung auf der Vitrine, können Vasen wie Kunstwerke wirken... Deshalb habe ich dieses Jahr sozusagen einen Vasen-Geburtstag gefeiert. Heißt: ich ließ mich dreifach mit Vasen beschenken. Alle erwünscht und nicht dem Zufall überlassen. Eine Vase aus Berlin, eine aus Marokko und eine aus Spanien. 

Die blaue Vase heißt treffenderweise Benzin (von Fundamental), weil sie eine schimmernde Oberfläche hat wie der Treibstoff. Die mehrfarbige Vase ist von Hay, heißt Moroccan Vase und das männliche, fast schon maskenhafte, Antlitz stammt aus Spanien (Sargadelos).





Mittwoch, 25. April 2018

Philuko goes Portugal

[Werbung] Auf Einladung von aea Inter Home & Office Industry  durfte Philuko während einer dreitägigen Reise exklusive Einblicke in einige Produktionsstätten von Águeda (sprich Agda) erhalten. In der Region um Águeda ist besonders viel Ursprüngliches zu entdecken. Die Region ist bekannt für ihre handwerkliche Keramikkunst, Kachel- und Korkproduktion, Fahrrad- und Lampenherstellung, exzellenten Weine und delikaten Oliven.  

Wer also seinen nächsten Urlaub im Norden von Portugal verbringt, könnte diesen mit Abstechern in die Distrikte von Porto und Aveiro – genauer in die Region von Bairrada nach Águeda – verbinden. Águeda befindet sich etwa 120 Kilometer südlich von Porto und etwa 35 Kilometer östlich von Aveiro im Landesinneren von Portugal.

Ein Aufenthalt in dieser wunderbaren Region könnte so aussehen (– das waren auch unsere Stationen):

1. Station:
Die Region Aveiro mit ihren gelb-blau-gekachelten Häusern, in denen sich das ein oder andere Café versteckt. Sogar die Straßennamen sind hier gekachelt. Die typischen blau-gelben Fliesen werden auch direkt hier
hergestellt.






2. Station:
Der Vorführraum von revigres in Barrô. In diesem international tätigen Unternehmen werden Wand- und Bodenfliesen aus Keramik hergestellt. Die Technik ist heutzutage soweit, dass ganze Kacheln bedruckt werden können. Der Film über die Kachelherstellung im Showroom ist sehr sehenswert. Mehr Informationen sind unter www.revigres.pt zu finden.







3. Station:
Der witzige Showroom von Almas Design mit schlicht-eleganten Keramiktöpfen. Jede Topfserie hat ihr eigenes Thema und ausgewählte Farbtöne. Wer sich unter www.almas-design.com anmeldet, bekommt gerne eine Führung der beiden Chefs Miguel Coelho und Ricardo Abrantes. Almas Design arbeitet mit talentierten englischen Designern, z.B. dem Studio Levien zusammen und alle Produkte werden in Portugal hergestellt. 











4. Station:
In einem der hervorragenden Weingüter, die abwechselnd im Winter den Schaumwein „Espumante da Bairrada“ und im Sommer Oliven anbauen.

5. Station:
Der spannende Showroom im Headquater von Exporlux. Dieses Unternehmen ist hier Markführer im Bereich der technischen Beleuchtung. Neue Highlights sind aus Kork und Kupfer hergestellte sowie überdimensional große Lampen. Nähere Informationen sind unter www.exporlux.pt zu finden.







6. Station:
Eines der vielen Cafés, in denen die typische aus Ei und Zucker hergestellte Süßspeise, sogenannte „ovos moles“ serviert werden. Dieses Gebäck wird nach Rezepten von Aveiros Frauenklöstern gefertigt.

7. Station:
Der Showroom von Borralheira. Hier wird mit dem französischen Studio ¿adónde? zusammengearbeitet, das eine modulartig zylindrische Keramikserie entworfen hat. Eine weitere Keramikserie trägt klangvolle Namen wie Chili, Thymian oder Petersilie.






8. Station:
Die Keramikfirma Fonte Nova in Oia, Oliveirado Bairro, mit ihrer portuguiesischen Keramik. Die aufwändigen Muster verleihen jedem Tongefäß einen Handmade-Charakter. Genaueres unter fonte-nova.com.



 

Ein Halt an der Atlantikküste muss sein!

9. Station:
Sehenswert sind sowohl die gewaltigen Sandstrände von Costa Nova am Atlantik als auch der Ria de Aveiro. Typisch für diesen Ort sind die rot-weiß, blau-weiß und gelb-weiß gestreiften Häuserfassaden aus Holz. Für Dinner oder Lunch stehen zahlreiche Restaurants zur Auswahl. Das auf frische Meeresfrüchte und Wildfang spezialisierte Restaurant „Dóri“ sticht mit außergwöhnlichen Interior wie Seillampen hervor. Gebratener Steinbutt und gekochte Gambas werden hier mit Spinat und Kartoffeln serviert.





10. Station:
Der Fischmarkt in Costa Nova oder der Mercado do Peixe in Aveiro: Frische Meeresfrüchte und fangfrischer Fisch satt! 






... Und unterwegs lauscht man portugiesischer Musik namens „Fado“, z.B. von Ana Mouro: „Os búzios“ oder Dia de folga“

In ganz Portugal findet man keramische Details, die so typisch sind für dieses Land. Eine Tradition, die nicht verloren gegangen ist und die sich stetig weiterentwickelt.











Vielen Dank an aea Interhome & Office Industry, besonders an Patricia, Miguel und Ricardo, für diese schöne Reise – es war uns ein Fest!

V I V A    P O R T U G A L !