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Mittwoch, 19. Mai 2021

Von der Praxis in die Wohnung

Drei Möbelstücke konnte ich aus der Praxis meines Vaters retten. Das restliche, komplette Mobiliar, das beim Verkauf an den Nachfolger ging, wurde kurze Zeit später zum Sperrmüll gegeben. Mir blutet noch heute das Herz, wenn ich daran denke — obwohl es 15 Jahre her ist. Nicht nur der materielle Wert der Möbel war immens, auch der ideelle. Ich fand die Einrichtung der Praxis super, ich verbinde viele Erinnerungen damit an meine Kindheit und Jugend in Bretten. Ich war oft zu Besuch in der Praxis. Meistens, um Papa zu besuchen, manchmal als Patientin. Noch heute frage ich immer ihn als erstes um Rat, wenn ich ein medizinisches Anliegen habe.

Mein Onkel, der Architekt war, hatte damals die Praxis bis ins kleinste Detail geplant — die Aufteilung der Räume, die Farbe der Türen (dunkelblau!), den Teppichboden, die Beleuchtung und eben die ganze Möbelausstattung. Ich hätte mir gerne noch viele weitere Stücke gesichert, zum Beispiel eins der vielen, vielen USM-Regale. Ein Skandal, was mit den Sachen passiert ist (oder wie eine französische Insta-Leserin so treffend kommentierte: „Inculte! Connards!“. Das Wort musste ich googeln, aber es stimmt zu 100%.)

Immerhin stehen ein Sessel aus dem Wartezimmer sowie der Schreibtisch und das Sofa aus dem Sprechzimmer hier bei mir in Karlsruhe. Auf dem Sofa bin ich schon gewickelt worden, es stammt noch aus den 1960er Jahren und wurde angeschafft in der Studentenzeit meiner Eltern, als sie noch in Würzburg lebten. Es stand dann, genau wie die Sessel und der Schreibtisch, über 24 Jahre in der Praxis.

Mir gefällt der Gedanke, dass die Möbel, die früher bei meinen Eltern zu Hause (oder in der Praxis) standen, später in den Wohnungen meiner Kinder landen werden. Die Geschichten gehen weiter — von Generation zu Generation weitergegebene Möbel. Möglich ist das, wenn Möbel qualitativ hochwertig gefertigt sind und ein klassisch-zeitloses Design haben. Im ersten Moment erscheinen sie teuer in der Anschaffung — aber auf lange Sicht sind sie eine gute Anlage und bereiten verschiedenen Menschen jahrzehntelang Freude. So wie im Augenblick mir.

 








Mittwoch, 10. Juni 2020

Praktischste Tischfüße ever

Eeeewig schon wollte ich gerne Besitzerin dieser Tischfüße werden. Zwischenzeitlich hatte ich sie vergessen, auch weil hier eigentlich kein weiterer Tisch benötigt wird, geschweigedenn Platz hätte. Aber neulich zeigte mir eine Werbung auf Instagram ein verlockendes Angebot, dem ich nicht widerstehen konnte. Ja, ich bin bekennendes Marketingopfer. Fürs Balkönchen ein kleines Tischchen, dachte ich — da wären die schlanken Füßchen doch ideal. Es gibt die Exemplare nämlich auch in einer stabileren und höheren Ausführung, z.B. für Schreibtische.

Kurz nach der erfolgreich abgeschlossenen Bestellung der Füße klickte ich mich durch Shops, die Holz verarbeiten bzw. Zuschnitte anbieten und orderte ein Brett in meinem Wunschmaß. Ich habe schwarz durchgefärbtes MDF gewählt, 19 mm stark. Für irgendwas muss meine Schreinerausbildung ja gut gewesen sein.

Jetzt haben die zwei dunklen Kollegen zueinander gefunden und ergeben ein formidables Ganzes. Und das ohne Werkzeug! Das gute an diesem Steck-System ist, dass man superschnell ein neues Tischchen zaubern kann, wenn man zum Bespiel eine andere Farbe, Tiefe oder Breite möchte: Einfach ein neues Brett kaufen oder auf dem Sperrmüll finden und austauschen. Genial!

PS.: Bei Regen braucht der kleine Balkonassistent übrigens drinnen Asyl. Trotz Behandlung mit Hartöl ist die MDF-Platte größeren Wassermengen nicht gewachsen.







Mittwoch, 27. Mai 2020

DIY: Einen Spaghetti-Stuhl neu bespannen

Über drei Jahre ist es schon wieder her, dass ich meinen Balkonstuhl auf dem Sperrmüll gefunden habe. Ein paar Häuser weiter, sehr praktisch. Damals habe ich dem Gestell einen neuen Anstrich verpasst und das Ding sah wieder aus wie neu (hier). Die rote Bespannung war noch tadellos.

Mit den Jahren ist das Material ermüdet — die innen hohle Plastikschnur hat sich gelöst bzw. ist an einigen Stellen gerissen. Selber bespannen war das Mittel der Wahl, um den superbequemen Gartenstuhl zu einem zweiten (oder dritten) Leben zu verhelfen.

Für das neue Gewand bestellte ich Expander-Seil, das gibt es in vielen Farben. Ich wollte Schwarz. Das Bespannen war eine sehr mühsame, zeitaufwändige Arbeit. Wichtig war, das Seil immer sehr stark zu spannen während des Umwickelns. Für die Wickel-Technik habe ich ganz genau hingeschaut beim Original, bevor ich das alte Seil entfernt habe.

Es hat sich gelohnt. Bequem wie eh und je! Spaghetti wird ausgiebigst genutzt, Wetter ist ja Bombe!

PS: Wie viele Meter Seil wurden wohl verarbeitet (an der Sitzfläche sieht man, dass ich mich low key verkalkuliert habe, wa)?














Donnerstag, 9. Juni 2016

Spotlight

Campari genoss ich bisher als Apéro. Das leuchtend rote Getränk in den schönen Fläschchen erinnert mich immer an meine Freundin Anna in Italien. An ihre Hochzeit, an ihre hübsche Wohnung, an Bella Italia im Allgemeinen. In Annas Küche habe ich diese Leuchte zum ersten Mal gesehen und für immer ward sie in meinen Kopf gebrannt.

Jetzt bin ich selbst in den Genuss dieses Schmuckstücks von Leuchtenpapst Ingo Maurer gekommen. Ein glücklicher Zufall – Susanne wollte eine neue Leuchte für ihren Essplatz und suchte einen Abnehmer ihrer roten Lampe. Ich natürlich sofort zur Stelle. Ein Tauschgeschäft wie ich es liebe: Philukos gegen Campari Light.

Am Wochenende konnten wir uns endlich durchringen und die Leuchte montieren. Durchringen deswegen, weil wir wussten, dass unsere Altbaudecken zuweilen nicht besonders kooperativ sind, was das Einbringen von Dübeln angeht (und wir wurden nicht enttäuscht, ahh). Zwei Stunden später erstrahlte das gute Stück. Amore mio! Aller Ärger vergessen. Was für ein Licht die zaubert! K meinte des Abends doch glatt: „Das musst du dir anschauen!! Die macht in Licht wie in einer Bar!“ Das schreit nach einer Küchenparty unter der Sonne Camparis.

Darauf einen Spotlight – wie passend (hier geht’s zum Spotlight Rezept)!








Freitag, 8. Mai 2015

All you need is LOFT

Gestern Abend hatten wir das Vergnügen, der Eröffnungsparty der brandneuen Karlsruher Designmesse LOFT einen Besuch abzustatten. Bei Loungemusik und Secco gab es viele schöne Dinge zu entdecken! Mein persönliches i-Tüpfelchen: das Treffen mit Sascha und Lilli von artcanbreakyourheart und kitschcanmakeyourich (i-Tüpfelchen Nr. 2: an ihrem Stand hängt ein Bild aus unserer Wohnung). Nachdem wir alle LOFT-Aussteller bestaunt hatten, ging es weiter zur EUNIQUE – Internationale Messe für Angewandte Kunst & Design. Besonders sehenswert fand ich den Bereich des Gastlandes Portugal. Meine liebsten Entdeckungen habe ich euch in den Fotos zusammengefasst. Ein Besuch lohnt sich – oder: All you need is LOFT!

LOFT – Das Designkaufhaus / EUNIQUE
8. bis 12. Mai 2015
Messeallee 1
76287 Rheinstetten



















Mittwoch, 15. April 2015

Gewinnt 5 x 2 Eintrittskarten zur Design-Messe LOFT in Karlsruhe

Premiere in den Karlsruher Messehallen: Parallel zur EUNIQUE, Messe für Angewandte Kunst und Design, präsentiert die LOFT, das DESIGNKAUFHAUS, in diesem Jahr erstmals über 40 Aussteller aus den Bereichen Möbel, Wohnaccessoires, Mode und Schmuck. Die Messe steht für junges, innovatives und bezahlbares Design – darunter auch zahlreiche Neuentwicklungen. Viele davon gibt es im herkömmlichen Handel noch gar nicht zu kaufen. Für diesen Designgenuss verlost Philuko heute 5 x 2 Tageskarten (gleichzeitig auch Eintrittskarte zur EUNIQUE!). Kommentar genügt – viel Glück! Als kleinen Vorgeschmack seht ihr unten einige Schmankerl teilnehmender Aussteller. Ich freu mich auf Mai!

LOFT – Das Designkaufhaus
8. bis 12. Mai 2015
Messeallee 1
76287 Rheinstetten

Bitte beachten: Im Kommentar muss eine E-Mail-Adresse oder ein Profil angegeben sein, unter dem ich euch im Gewinnfall erreichen kann! Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, anonyme Kommentare werden nicht berücksichtigt. Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich. Das Gewinnspiel läuft bis 19. April 2015, 23.59 Uhr. Am darauffolgenden Tag gebe ich die Gewinner bekannt. 

Der Gewinner erhält per E-Mail von mir einen Code zugeschickt, der auf der Ticketseite eingelöst werden kann. 
Achtung: der Gewinner muss also im Besitz eines Druckers sein, um das Ticket selbst auszudrucken zu können!


Alle Fotorechte liegen bei den jeweiligen Herstellern (Name unter den Fotos)

Foto: Artcanbreakyourheart

Foto: Firkant

Foto: Nogallery

Foto: Nyta

Foto: Performa

Foto: Zirkeltraining

Donnerstag, 5. Dezember 2013

Mayday

Mayday |ˈmāˌdā| (also mayday) / exclamation / an international radio distress signal used by ships and aircraft. A distress signal using the word “Mayday” : we sent out a Mayday | [as adj. ] a Mayday call. ORIGIN 1920s: representing a pronunciation of French m'aider, from venez m'aider ‘come and help me.’

H-I-L-F-E könnte ich im Kinderzimmer ab und zu laut ausrufen. Dann, wenn mal wieder irres Chaos herrscht. Für die neue Leuchte, die diesen Namen trägt („Mayday“ von Konstantin Grcic), habe ich das Zimmer in einen zeigewürdigen Zustand versetzt, zumindest eine Ecke davon – nämlich den Schreibtisch. Hier war die Leuchte, die schon so lange auf meiner Wunschliste stand, zuerst platziert. Mittlerweile wandert sie fröhlich im Zimmer umher. Das verdankt sie ihren praktischen Attributen: 1. Unzerbrechliches Material, 2. praktischer Aufhängehaken, 3. sehr langes Kabel. Im Moment baumelt Mayday am Bett und fungiert als Nachtlicht. Ich könnte sie mir aber auch gut als Leuchte auf dem Küchentisch oder im Wohnzimmer auf dem Klavier vorstellen. Oder im Bad am Wandhaken. Die Kinder würden mir wahrscheinlich was husten. Ein echtes Lieblingsstück ist sie in jedem Fall.



Montag, 18. März 2013

Beeindruckt von der Blickfang

Mein gestriger Weg führte mich ins Schwabenland zur Blickfang Messe in Stuttgart, die ich erstmals besucht habe. Voller Eindrücke bin ich zurückgekehrt, ein paar habe ich für euch konserviert. Endlich konnte ich die großartigen Tischbeine von Jakob Schenk / Linie 58 mal in natura in Augenschein nehmen. Sobald hier ein Platz frei wird, ziehen diese Dinger bei uns ein, ich schwöre. Weitere Highlights: Das Regalsystem Rio, für dessen Aufbau weder Schraube noch Inbusschlüssel benötigt wird; die recycleten Flaschen die nun Gläser und Vasen sind von Westerntrash und die Papierbeistelltische von Gompf & Kehrer aus Karlsruhe (überhaupt habe ich erstaunlich viele Karlsruhe Aussteller entdeckt!). Mitgenommen habe viele Prospekte und Visitenkarten, den wunderschön gestalteten Ausstellungskatalog, ein Sternchen-Halstuch, einen sehr filigranen Ring – und eine nette Begegnung: Ines hat mich erkannt und mich angesprochen: „Bist du philuko??“ Gelacht haben wir!