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Montag, 22. Mai 2023

Ein Rundgang durch die Diplom-Ausstellung an der HfG Karlsruhe

Ich mag super gerne Ausstellungen von Studenten und habe in letzter Zeit auch das ein oder andere Werk ergattern können von jungem Kunstnachwuchs. Diesmal radelte ich aber nicht in die Kunstakademie wie sonst meist, sondern ins ZKM, da sitzt unter anderem die Hochschule für Gestaltung. Und die zeigte gerade die Abschlussarbeiten aus den Bereichen Kommunikations- und Produktdesign, Medienkunst und Ausstellungsdesign. 

Meine Lieblingsarbeit ist (neben dem Sofa aus Kissenfüllungen und den Keramik-Kippen) die fotografische Dokumentation von Iden Sungyoung Kim: „The next day after you died“. Sie zeigt das Leben ihrer schwerbehinderten Schwester, der von den Ärzten eine Lebenserwartung von unter 20 Jahren prognostiziert worden war. Sie ist jetzt 42 und lebt bei ihren Eltern (letztes Bild).


















Freitag, 8. Oktober 2021

Der 10. Philuko-Kalender ist da!

Den allerersten Kalender habe ich für das Jahr 2013 entworfen — und jetzt erscheint die 10. Ausgabe. Wow. 

Für alle Typo-Fans steht das Schnapszahljahr 22 ganz im Zeichen großer Buchstaben. Jeder Monat hat seine Initiale, in 12 unterschiedlichen Schriftarten, entweder in Rot oder Blau, meinen Lieblingsfarben. 

Man kann den Kalender schon jetzt aufhängen — sein Karo-Deckblatt macht sich super an der Wand.

Dank Ks Idee finden sich jetzt auch weitere große Festtage anderer Religionen im Kalender — z.B. das Zuckerfest („Meine Freunde feiern das Zuckerfest — steht das auch in deinem Kalender drin?“ Jetzt schon!).

Ab sofort im Shop erhältlich:









Montag, 13. September 2021

Liebling der Woche: Der EA 101

Diesen schwarzen Eames Bürostuhl EA 101 habe ich letzte Woche über die Ebay Kleinanzeigen gefunden. Ich verbinde mit diesem Stuhl Erinnerungen an meine Kindheit. Der gleiche Stuhl stand, in zweifacher Ausführung, bei meinen Eltern am großen breiten Holz-Schreibtisch. Ich sehe meine Eltern noch heute davor sitzend: Papa, wie er Pfeife rauchend die Medical Tribune wälzte und Mama, wie sie abends noch die Klassenarbeiten ihrer Schüler korrigierte und die nächsten Unterrichtsstunden vorbereitete. Bis sie diese Stühle irgendwann auf den Sperrmüll gegeben haben. Das werde ich nie verschmerzen. Deswegen musste bei mir jetzt so ein Stuhl einziehen.

 








Mittwoch, 10. Juni 2020

Praktischste Tischfüße ever

Eeeewig schon wollte ich gerne Besitzerin dieser Tischfüße werden. Zwischenzeitlich hatte ich sie vergessen, auch weil hier eigentlich kein weiterer Tisch benötigt wird, geschweigedenn Platz hätte. Aber neulich zeigte mir eine Werbung auf Instagram ein verlockendes Angebot, dem ich nicht widerstehen konnte. Ja, ich bin bekennendes Marketingopfer. Fürs Balkönchen ein kleines Tischchen, dachte ich — da wären die schlanken Füßchen doch ideal. Es gibt die Exemplare nämlich auch in einer stabileren und höheren Ausführung, z.B. für Schreibtische.

Kurz nach der erfolgreich abgeschlossenen Bestellung der Füße klickte ich mich durch Shops, die Holz verarbeiten bzw. Zuschnitte anbieten und orderte ein Brett in meinem Wunschmaß. Ich habe schwarz durchgefärbtes MDF gewählt, 19 mm stark. Für irgendwas muss meine Schreinerausbildung ja gut gewesen sein.

Jetzt haben die zwei dunklen Kollegen zueinander gefunden und ergeben ein formidables Ganzes. Und das ohne Werkzeug! Das gute an diesem Steck-System ist, dass man superschnell ein neues Tischchen zaubern kann, wenn man zum Bespiel eine andere Farbe, Tiefe oder Breite möchte: Einfach ein neues Brett kaufen oder auf dem Sperrmüll finden und austauschen. Genial!

PS.: Bei Regen braucht der kleine Balkonassistent übrigens drinnen Asyl. Trotz Behandlung mit Hartöl ist die MDF-Platte größeren Wassermengen nicht gewachsen.







Mittwoch, 25. April 2018

Philuko goes Portugal

[Werbung] Auf Einladung von aea Inter Home & Office Industry  durfte Philuko während einer dreitägigen Reise exklusive Einblicke in einige Produktionsstätten von Águeda (sprich Agda) erhalten. In der Region um Águeda ist besonders viel Ursprüngliches zu entdecken. Die Region ist bekannt für ihre handwerkliche Keramikkunst, Kachel- und Korkproduktion, Fahrrad- und Lampenherstellung, exzellenten Weine und delikaten Oliven.  

Wer also seinen nächsten Urlaub im Norden von Portugal verbringt, könnte diesen mit Abstechern in die Distrikte von Porto und Aveiro – genauer in die Region von Bairrada nach Águeda – verbinden. Águeda befindet sich etwa 120 Kilometer südlich von Porto und etwa 35 Kilometer östlich von Aveiro im Landesinneren von Portugal.

Ein Aufenthalt in dieser wunderbaren Region könnte so aussehen (– das waren auch unsere Stationen):

1. Station:
Die Region Aveiro mit ihren gelb-blau-gekachelten Häusern, in denen sich das ein oder andere Café versteckt. Sogar die Straßennamen sind hier gekachelt. Die typischen blau-gelben Fliesen werden auch direkt hier
hergestellt.






2. Station:
Der Vorführraum von revigres in Barrô. In diesem international tätigen Unternehmen werden Wand- und Bodenfliesen aus Keramik hergestellt. Die Technik ist heutzutage soweit, dass ganze Kacheln bedruckt werden können. Der Film über die Kachelherstellung im Showroom ist sehr sehenswert. Mehr Informationen sind unter www.revigres.pt zu finden.







3. Station:
Der witzige Showroom von Almas Design mit schlicht-eleganten Keramiktöpfen. Jede Topfserie hat ihr eigenes Thema und ausgewählte Farbtöne. Wer sich unter www.almas-design.com anmeldet, bekommt gerne eine Führung der beiden Chefs Miguel Coelho und Ricardo Abrantes. Almas Design arbeitet mit talentierten englischen Designern, z.B. dem Studio Levien zusammen und alle Produkte werden in Portugal hergestellt. 











4. Station:
In einem der hervorragenden Weingüter, die abwechselnd im Winter den Schaumwein „Espumante da Bairrada“ und im Sommer Oliven anbauen.

5. Station:
Der spannende Showroom im Headquater von Exporlux. Dieses Unternehmen ist hier Markführer im Bereich der technischen Beleuchtung. Neue Highlights sind aus Kork und Kupfer hergestellte sowie überdimensional große Lampen. Nähere Informationen sind unter www.exporlux.pt zu finden.







6. Station:
Eines der vielen Cafés, in denen die typische aus Ei und Zucker hergestellte Süßspeise, sogenannte „ovos moles“ serviert werden. Dieses Gebäck wird nach Rezepten von Aveiros Frauenklöstern gefertigt.

7. Station:
Der Showroom von Borralheira. Hier wird mit dem französischen Studio ¿adónde? zusammengearbeitet, das eine modulartig zylindrische Keramikserie entworfen hat. Eine weitere Keramikserie trägt klangvolle Namen wie Chili, Thymian oder Petersilie.






8. Station:
Die Keramikfirma Fonte Nova in Oia, Oliveirado Bairro, mit ihrer portuguiesischen Keramik. Die aufwändigen Muster verleihen jedem Tongefäß einen Handmade-Charakter. Genaueres unter fonte-nova.com.



 

Ein Halt an der Atlantikküste muss sein!

9. Station:
Sehenswert sind sowohl die gewaltigen Sandstrände von Costa Nova am Atlantik als auch der Ria de Aveiro. Typisch für diesen Ort sind die rot-weiß, blau-weiß und gelb-weiß gestreiften Häuserfassaden aus Holz. Für Dinner oder Lunch stehen zahlreiche Restaurants zur Auswahl. Das auf frische Meeresfrüchte und Wildfang spezialisierte Restaurant „Dóri“ sticht mit außergwöhnlichen Interior wie Seillampen hervor. Gebratener Steinbutt und gekochte Gambas werden hier mit Spinat und Kartoffeln serviert.





10. Station:
Der Fischmarkt in Costa Nova oder der Mercado do Peixe in Aveiro: Frische Meeresfrüchte und fangfrischer Fisch satt! 






... Und unterwegs lauscht man portugiesischer Musik namens „Fado“, z.B. von Ana Mouro: „Os búzios“ oder Dia de folga“

In ganz Portugal findet man keramische Details, die so typisch sind für dieses Land. Eine Tradition, die nicht verloren gegangen ist und die sich stetig weiterentwickelt.











Vielen Dank an aea Interhome & Office Industry, besonders an Patricia, Miguel und Ricardo, für diese schöne Reise – es war uns ein Fest!

V I V A    P O R T U G A L !