Gesehen ein Filmchen über ein ungewöhnliches Häuschen in Durlach (das ist ein Karlsruher Vorort), nachdem ich einen Bericht über die Architekin, die darin mit ihrer Familie lebt, in den BNN gelesen hatte
Gehört ein altes Lied, als ich an L vorbei laufe. Das lief grad in ihrem Handy in einem TikTok: „Ohaa Michael Jackson! Das hab ich früher oft gehört!“ „Jaaa, ich weiß, Dirty Diana.“ Dass sie es auch noch kennt! So lustig, dass die Jungen über TikTok diese ganzen alten Lieder wiederentdecken (wie damals der Hype um Kates Bushs „Wuthering Heights“)
Getan I mit K zur Kunstakademie geradelt (allein der Himmel ist manchmal ein Kunstwerk, oder besser die Wolken!). Da gab es eine Gemeinschaftsausstellung von Studierenden der Kunstakademie Karlsruhe und der Hochschule der Künste Saar aus Saarbrücken: „Als Karl auf der Brücke stand“. (Wie klein ich bin gegen K. Und ich hab höhere Schuhe an!) Bei der grünen arabischen Schrift hab ich K gebeten, das zu fotografieren und seinen libanesischen Freund zu fragen, was das heißt (nein, da war kein WC, haha). Der Freund antwortete umgehend: „Da soll wohl einfach nur die arabische Schrift Aufmerksamkeit erzeugen — weil der Text an sich hat keinen Sinn.“ Ahaaaa. Aber es sieht gut aus
Getan II mit P in Schluttenbach und Schöllbronn unterwegs gewesen (Stadtteile von Ettlingen). P schickt von unterwegs einen Snap an ihren US-Papa. Der schreibt zurück: „Sweet pic“. So ein kleines Auto wäre dort drüben undenkbar, mit all ihren Pick-Ups und Trucks. P: „Ich hab dort noch nie einen Mini fahren sehen!“ Die Bonifatius Kirche in Schöllbronn hat uns gut gefallen, ich mochte sehr gerne die Wandmalerei (und die Streichholzschachtel bei den Kerzen; die hätte ich am liebsten für meine Sammlung mitgenommen, hehe, aber das war mir zu arg. Ich wusste nicht, dass Streichhölzer im Niederländischen Lucifers heißen...). Wir haben uns so gewundert, wie still es in diesen Dörfchen ist. Das ist bei uns mit der großen Straße vor der Tür so anders... Und zum Abschluss gab’s wie immer den Einkehrschwung bei Megges
Gelesen I einen sehr schönen Spruch* auf Insta. Es ging um das Thema Trauer. Aber ich finde, das passt auch auf Liebe und Schmerz allgemein, nicht „nur“, wenn jemand gestorben ist...
Gelesen II auf Wikipedia und in der Stadtbibliothek über Walter Gropius. Weil er doch die schöne Dammerstocksiedlung hier geplant hat, hab ich noch ein bisschen intensiver mit ihm befasst. Er ist 1938 nach Lincoln, Massachusetts ausgewandert, wo er ein ganz tolles Haus gebaut hat, das heute als „Gropius House“ ein Museum ist. Man kann einen virtuellen Rundgang machen (unbedingt anschauen, hier!). Besonders faszinierend an dem Haus finde ich, dass Gropius ausschließlich Werkstoffe und Bauteile verwendet hat, die als Standard- bzw. Katalogware bestellt werden konnten. Einerseits aus ökonomischen Gründen, andererseits wollte Gropius zeigen, dass sich aus bestehenden amerikanischen Industrieprodukten moderne Bauwerke errichten lassen. Und ich feier, dass das Haus keine Regenfallrohre hat. Die stören mich an jedem Haus immer sehr (ich und meine Details 1)
Getrunken viel decaf Kaffee
Gegessen I McPops Chocwave und Berry Bomb (ich fand Pistachio Dream vor ein paar Wochen am besten, lol)
Gegessen II leckersten türkischen Honig mit Pistazien aus dem arabischen Laden. Als ich an der Kasse stehe, deute ich auf die Schrift auf der Verpackung und sage zu dem Mann hinter dem Tresen„Ich mag die arabische Schrift so gerne! Die sieht so gut aus!“ und dann huscht ein Lächeln über sein Gesicht
Gefreut als K erzählt, dass er seinen alten Lehrer aus der Mittelstufe auf dem Flur in der Schule getroffen hat, den er so mochte: „Junge, er ist so korrekt. Wir haben uns gut unterhalten. So gut, dass ich ihn beinah geduzt hätte.“ Alle Lehrer sollten so sein
Gelacht I als L zu mir kommt: „Du warst jetzt mit K in der Kunstakademie und mit P in Ettlingen und bei Megges. Wann machst du wieder was mit mir?“ Wie süß, dass sie Activities einfordert, awww
Gelacht II als ich spazieren bin, komme ich an einem geparkten Auto vorbei, in dem eine Frau hinter dem Steuer sitzt und ihr Handy vor dem Gesicht hält. Das Fenster des Autos ist runtergelassen und ich höre aus ihrem Handy eine Voice, die sagt: „...nicht, weil du zu viel bist, sondern weil es ihm zu viel bedeutet...“, so etwas in der Art. Da hat sich die Dame sich wohl gerade mit der AI unterhalten — dieses „nicht weil..., sondern weil...“ ist so typisch
Gelacht III als der DHL-Mann mir auf der Treppe entgegenkommt und mich fragt: „Bist du Frau Phillis?“ „Nein, ich bin Frau Julia hahaha.“ „Ach Gott, stimmt ja, sorry.“ „Iwo. Bei so vielen Leuten kann man sich doch nicht alle Namen merken.“
Gelacht IV als P aus der Schule erzählt: „Meine Kinder spielen oft Pferde in den Pausen auf dem Schulhof. Und ein Pferd heißt immer Schoko, das ist so süß. Eine Mutter sagte neulich, sie überlegt, sich ein Pferd zu kaufen und wenn sie das macht, nennt sie es Schoko!“ Hahaha (Spoiler: einer der Drei hier heißt mit Spitznamen Schoko! Und es ist nicht P, die mit 19 Monaten beim Durchblättern des Bilderbuchs „Meine ersten Dinge“ beim Anblick der „Schokoladenseite“ quäkte: „Sokolade!!“ Und zwei Sekunden später: „Opa kauft!“)
Gelacht V am Abend, bevor ich einkaufen gehe frage ich K, wo er das Auto geparkt hat. „Es steht gleich um die Ecke. Oh, aber du wirst ein paar Mal rangieren müssen, die Lücke war sehr eng. Aber wenn ich reingekommen bin, kommst du auch wieder raus.“ Als ich vom Einkaufen wieder komme, erkundigt er sich: „Und? Wie bist du heute morgen rausgekommen? Wie oft musstest du hin und her? Fünf mal?“ „Das reicht glaub nicht, hahaha. Es war so knapp — die Einparkhilfe hat durchgehend gepiept. Wie bist du da überhaupt reingekommen?!? Würde ich nie machen!“ „Was ist dir lieber? Eine enge Parklücke oder ein weiter entfernter Parkplatz?“ „Ein weiter entfernter Parkplatz!!“
Gelacht VI dass ein Vortrag meines Bruders „Tricky Cases“ hieß
Geärgert dass sich mein eines Auge so verschlechtert hat. Der Mann beim Optiker sagt: „Sie haben ungewöhnliche Augen.“ Er meint aber nicht etwa, dass sie schön aussehen, sondern dass das eine in der Nähe gut sehen kann und das andere in der Ferne. Top. Danach bin ich über den Schlosspark nachhause geradelt, vorbei an der „Winterzeit“, dem BVG, dem Botanischen Garten und meinem Lieblingshaus
Gestaunt I ich hab neue Schuhe und sage zu P: „Schau mal.“ und deute auf meine Füße. P: „Was ist?“ „Meine neuen Schuhe?!? Wie findest?“ „Die hätte ich jetzt nicht als neue Schuhe erkannt.“ „Ohaa. Weil meine Schuhe alle dieser Art sind, gell?“ „Jaa.“ Und da sagt sie immer, sie habe den Blick eines Profilers (sagt sie echt!) — aber erkennt kleine Details an neuen Schuhen nicht — nämlich dass die Sohle unter der Spitze eckig ist, das finde ich cool! (Ich und meine Details 2)
Gestaunt II als ich merke, dass ich meinen bisherigen Karten-Führerschein hätte längst umtauschen müssen. Ach du Schande. Nichts wie aufs Amt
Gestaunt III dass ich wieder über eine Abkürzung von K stolpere. Ich sollte es doch jetzt besser wissen, dank meines Kalenders, da kommt ja sogar ein „W“ drin vor!
Gekauft einen fancy Pinsel („blush & highlighter brush“) im Auftrag von Beauty-L und dann zuhause gemekrt, dass ich den wohl im Einkaufswagen liegen lassen haben muss, oh noooo
Schönes Wochenende!
*When you love you grieve.
This is the agreement that we sign up to when beautiful souls collide in life.
It feels strange that with so much happiness,
also comes so much pain.
But this is the deal, this is why we love.



































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