Samstag, 16. Mai 2026

Blick zurück

Gesehen I ganz zufällig in der arte Mediathek gefunden und sofort gefesselt gewesen: „Eileen Gray und das Haus am Meer — E.1027“. So gut!!! Dieses Haus, dieser Ort, diese Geschichte... Und ich wusste gar nicht, dass Le Corbusier so ein Ego-Problem gehabt hat scheinbar, ohaaa (hatte er doch gar nicht nötig!?). Die Beschreibung über diesen großartigen, besonderen Film fasst es so zusammen: „Die irische Designerin Eileen Gray baut 1929 ein Refugium an der Côte d’Azur, zusammen mit dem Journalisten Jean Badovici. Ihr erstes Haus ist ein avantgardistisches Meisterwerk. Als Le Corbusier das Haus entdeckt, ist er fasziniert und besessen. Er überzieht die Wände mit Wandmalereien, veröffentlicht Fotos und behauptet, er habe es gebaut...“. Die Stelle im Film, in der Badovici zu Gray sagt „Ich möchte ein Haus mit dir bauen“ (und nicht etwa „Ich möchte dich heiraten“) fand ich sehr special. Auch eine Love Language, zusammen als Paar, das sich gegenseitig bewundert in seinem Schaffen, ein Haus zu entwerfen, awww. Hier ein kleiner Bericht zum Haus
Gesehen II einen netten kurzen Bericht auf BR über Public Possession, das sehr coole Label von Valentino Betz und Marvin Schuhmann aus München. Ich feier die schon lange, hab auch einige Sachen von ihnen (Tasche, Meterstab — und kürzlich zog eine Stanley Dose in meinen Kühlschrank...... „Sharing Cheese“, hehe). Ich dachte noch beim Namen Schumann, ob er vielleicht mit dem Barkeeper Charles Schumann verwandt ist? Und ja, das ist der Sohn. Ich finde so gut, dass sich die beiden schon seit der Grundschule kennen und zusammen das Label gegründet haben. Besonders gut finde ich, dass ihre Angebote im Haus der Kunst München auch sehr für Kinder ausgelegt sind — zuletzt MMMHaus (Meet, Make, Move). Ich wäre mit meinen Kindern da immer hingegangen! Dieses Mal haben sie Stühle gebaut mit den Kindern, top!!! Hier ein nicer Bericht über die beiden auf freundevonfreunden
Gehört wieder, oder immer noch, ganz viel Franz-Rap von P
Getan I mit P einen kleinen Ausflug in die Pfalz gemacht. Ich finde, dort sind die Leute viel freundlicher als bei uns. Nachdem wir im Einkaufszentrum u.a. kleine (0,25l) Dubbegläser geshoppt hatten, haben wir uns noch eine Kirche am Ort angeschaut. So lustig, die Griffe an den Türen sind einfach Weintrauben. Passt — die Pfälzer trinken den Wein ja auch halbe-Liter-weise (aus eben großen 0,5l-Dubbegläsern!). Crazy
Getan II zum Campus vom KIT (Karlsruher Institut für Technologie) geradelt, um endlich die von Ruben Brückel und Glenn Knapp (zwei Studenten der Karlsruher Kunstakademie) bemalten Tore live anzuschauen (hier mehr). Fotos davon sind mir schon vor längerer Zeit mal auf Insta angezeigt worden. Danach bin ich weiter zum Botanischen Garten vom KIT. Wie tropisch es im Gewächshaus war! So stelle ich es mir in Miami vor, als P damals davon erzählte — „high humidity“ oder so. Aber in Miami weht bestimmt wenigstens eine Brise vom Meer. Im Palmenhaus stand die Hitze. Und die Uhr ging falsch, haha. Kurz, nachdem ich eingetroffen war und gerade die Kakteen bewunderte, kam eine Mitarbeiterin in den Raum: „Wir schließen jetzt.“ Eine andere Besucherin klinkte sich ein: „Sie haben doch bis 16.00 Uhr geöffnet.“ Die Mitarbeiterin schaut auf ihre Armbanduhr. „Ach Gott, Entschuldigung!! Ich habe auf die Uhr vorne an der Wand geschaut — die ist noch nicht umgestellt. Das mache ich jetzt gleich!! Ich bitte vielmals um Verzeihung.“ Es war erst kurz nach 15.00 Uhr
Getan III den Hafen mal wieder besucht, sonntags. Ich mag die alten Gebäude da sehr. War aber ganz schön creepy, so verlassen und einsam
Gelesen in meinem Geburtstagsgeschenk: „Kunst für Keinen“, so ein super Buch! So viel gute Kunst! Das Buch hab ich entdeckt, als ich vor paar Wochen mal in der Stadtbibliothek war und in der Sektion „Kunst“ herumkramte. Das Buch handelt von sog. entarteter Kunst im 2. Weltkrieg — deshalb der Titel, weil die Kunst keiner mehr sehen durfte. Im Buch heißt es: „'Im Atelier ist es sehr schön still. Andererseits ist es nicht leicht, die Depression dieser Zeit auszuhalten. Dies nun seit sieben Jahren. Vermutlich kann ich nie mehr meine Bilder in Ausstellungen zeigen. Ich arbeite also ausschließlich für mich selbst allein.' Die Worte, die Willi Baumeister 1941 in sein Tagebuch schrieb, beschreibt die Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit, die viele Künstlerinnen und Künstler während der Zeit des Nationalsozialismus empfunden haben.“ Wie passend dazu auch der Spruch von Heinrich Heine auf der Briefmarke, die kürzlich auf einer eBay-Sendung klebte 
Getrunken ein special Spezi. Gekauft in der Pfalz, made in Offenburg
Gegessen Pizza von Gigi. Ich wollte unbedingt das schöne Packaging, das ich auf Insta gesehen hatte, live erleben, haha. Die Pizzeria in der Amalienstraße hat am 26.4. aufgemacht. Leider haben die Pizze bei meinen Kindern nicht bestanden („Zu wenig Soße, zu wenig Käse, zu fad“), ich fand sie yummy
Gelacht I als P im Supermarkt Musiala in den Einkaufswagen packt
Gelacht II dass ein Rosaton der Farbkarte vom Baumarkt mit der Gerbera matcht, und mit meinen Karteikarten
Gelacht III als ich die Uhrzeit und den Batteriestatus sehe am Handy. Und daran gedacht, wie P neulich versuchte, für 22,22 EUR zu tanken und sie nur 22,23 EUR hinbekam, haha
Gefreut I über einen Blumenstrauß zum Muttertag von meinen Kindern (hehe, das Leo-Kleid). L verabschiedet sich erst zum Gym und als sie zurück kommt, meint sie zu mir: „Ich hab da noch was für dich — schau mal im Wohnzimmer auf dem Tisch.“ Awww. Ich sehe einen schönen Strauß. „Oh wie lieb, und mit kleinen Hortensien!! Die mag ich so gern!“ Ich bin erstaunt, dass L sonntags Blumen bekommen hat und frage sie, woher? „Den Strauß hab ich tatsächlich bei Thomas Seith gekauft.“ „Ach echt, bei dem 'Promi'-Floristen?!“ „Jaa. Ich wurde zwar von jemand anderem bedient, aber er war auch da, ich hab ihn gesehen.“ Da wird P plötzlich hellhörig: „Welcher 'Promi'-Florist??“ Ich: „Man sieht ihn immer auf Insta auf verschiedensten Events mit 'Celebrities'.“ Dann schaut sie auf Insta nach ihm und kommentiert: „Als ob Karlsruhe so fame ist.“ Hahaha
Gefreut II über einen sehr netten Kontakt. Das große T im Sichtbeton des Campanile der 12-Apostel-Kirche hat mir keine Ruhe gelassen (Blick zurück vom 2. Mai 2026) und ich wollte gerne mehr über die Bedeutung herausfinden. Zuerst hab ich recherchiert, wer der Architekt war — Heinz Gaiser (er hat in Karlsruhe studiert und unter Egon Eiermann Diplom gemacht) — und stelle fest: sein Architekturbüro, das inzwischen seine Tochter führt, ist lustigerweise gleich hier um die Ecke! Dann hab ich da eine Mail hingeschickt mit meiner Frage, für was das T steht. Ein paar Tage später klingelt das Telefon und die sehr fröhlich-freundliche Architektin ist dran: „Ich habe Ihre Mail bekommen und wollte Ihnen eigentlich zurück mailen, aber das hat irgendwie nicht funktioniert, ich bekam eine Fehlermeldung. Dann habe ich versucht, Ihre Telefonnummer herauszufinden. Gestern war ich in Rastatt meinen Vater besuchen, er hat ja die Kirche entworfen. Und ich habe ihm das Foto von Ihnen gezeigt und Ihre Frage gestellt. Und zu dem T kann ich Ihnen sagen, er hat das gewählt, weil er die grafische Form eines Ts schöner fand als ein 'normales' Kreuz. Er hat das T etwas vertieft, weil er vorschlug, es zu vergolden. Das hat aber die Kirche damals abgelehnt, weil sie kein Geld dafür hatten. Mein Vater ist mittlerweile 95 und er hat sich sehr gefreut, dass Sie so genau hingeschaut haben und er lässt Sie ganz lieb grüßen.“ Ich mag solche Geschichten
Gewundert dass mir mein Rechner nach dem Hochfahren irgendwie random alte Dateien anzeigt in einer Art Bridgeprogamm (?), die ich schon lang vergessen hab, z.B. LOLLOLLOL
Geärgert dass K so nah am Eck parkt. An so einer Stelle hat mir schon einmal jemand das Auto „mitgenommen“ (= touchiert)
Geglänzt mit meinem Wissen, dass es einen diggah-Nachfolger gibt
Gekauft Antigone im Doppelpack für die Zwillinge

Schönes Wochenende!











































































































































































































Samstag, 9. Mai 2026

Blick zurück

Gesehen eine heftige Miniserie in der ARD-Mediathek: „XATAR— ein Leben ist nicht genug“. Manche Lebensgeschichten sind so krass, wie sie kein Drehbuchautor schreiben könnte. Wahnsinn... Ein paar Tage später hab ich mir noch Fatih Akins Film „Rheingold“ angeschaut (ziemlich brutal, wie man es von Akins Filmen gewohnt ist — ich musste mir ein paar Mal die Augen und Ohren zuhalten)
Gehört Usher — There Goes My Baby. Macht P im Auto rein, als wir gerade mit L unterwegs sind zurück vom Kaffeetrinken in Ettlingen nach Hause. Ich dreh auf und wir singen laut mit. P kann immer alle Texte auswendig, ich leider nicht — ich mag den Song sehr
Getan frühmorgens K zum Flughafen gefahren (und die Aussicht auf den Schwarzwald genossen) und auf dem Rückweg wieder an der Einsiedelner Kapelle in Rastatt vorbei gekommen
Gelesen in Adolf Loos’ „Ornament & Verbrechen“. Der Klappentext sagt: „Adolf Loos verstand sich nicht nur als Architekt, sondern als Lehrer, der mit den Missverständnissen seiner rückwärtsgewandten Zeit aufräumen wollte. Sein missionarischer Eifer war grenzenlos — er erklärte seinen Mitmenschen Gott und die Welt, den Stephansdom und die Marillenknödel. Loos-Kenner Peter Stuiber hat eine umfassende Text-Auswahl zusammengestellt und kommentiert, die einmal mehr die Vielseitigkeit und Wortgewandtheit des berühmten Architekten unter Beweis stellt.“ Man darf Loos’ Schriften allerdings nicht so ernst nehmen — sehr amüsant, was im Vorwort steht: „Um 1908 entstand nicht nur Loos’ berühmtester Essay 'Ornament & Verbrechen', sondern auch eine Reihe weiterer Artikel und Polemiken, unter anderem gegen den Deutschen Werkbund („Die Überflüssigen“).“ Der Werkbund, der die großartige Weissenhofsiedlung in Stuttgart hervorgebracht hat btw, hehe
Getrunken Mandora Orangenlimo (Kollateralkauf in einem Ossi-Shop)
Gegessen Cookie-Dough-Eis beim Filmabend. So gut, diese Teigbollen, haha
Gelacht I wenn die Kinder heimlich Fotos oder Reels von mir aufnehmen. Sie wissen, dass ich es nicht mag, aber machen es trotzdem. Aber wer kann ihnen schon böse sein? Ich nicht... 
Gelacht II als K ein 6-7-Meme verwendet in einer WhtasApp-Konvo
Gelacht III als ich auf Insta ein Giebelfoto poste mit neuerdings Klimaanlage im runden Fenster. Und tags darauf wieder, aber diesmal ohne den Kasten — und gleich zwei Nachfragen kommen
Gefreut I dass Zeus neulich wieder zu Besuch war. Er hat gleich mal Ls Zimmer markiert, lol. Sie war not amused
Gefreut II über interessante Fenster aus Heidelberg. Ich mag, wenn P mir random Fotos schickt. Und dass sie überhaupt auf so was achtet...
Gefreut III dass auch andere Menschen auf nice Briefmarken stehen. Der 911 Targa war auf einer eBay-Sendung, yay
Gefreut IV über viele schöne Autos, teils verhüllt, in meiner Hood. Und tolle Typo auf dem Ferrari. Und ein ausgefallenes Nummernschild aus Frankreich. Ich hab recherchiert: temporäre Kennzeichen sind dort seit kurzem pink. L war ganz begeistert
Gefreut V als ich alte Fotos mit P am Walchensee entdecke und ihre „Notizen“ in einem Moleskine. Awwww. Und eine alte Postkarte mit einem hübschen Stuhl (auf der Rückseite hab ich „1997“ notiert... sooo lange her) 
Geärgert über denjenigen, der mir so einen Schrecken eingejagt hat. Das war so: Ich bin mit P bei Megges. Dort ist zur Zeit alles lila, weil sie seit 29.4. wieder ein Maskottchen von früher aufleben lassen. Es heißt Grimace und trägt lila Fell. Und Grimace scheint sehr beliebt zu sein. Als wir auf unsere Bestellung warten, gibt es plötzlich Unruhe, ein paar schreien sehr laut „Hey!!! Hey!!!“ Es fühlt sich bedrohlich an, ich sehe nicht genau, was passiert (rechne aber leider immer mit dem schlimmsten... ein Überfall, keine Ahnung). P schaut ums Eck und sieht, wie ein Typ den lebensgroßen Grimace-Aufsteller packt und davon rennt. Gleich spurten ein paar Mitarbeiter hinterher. Eine große Weile später kommen sie wieder, mit Grimace unter dem Arm. Ich weiß nicht, ob sie den „Kidnapper“ erwischt und überwältigt haben oder der auf der Flucht einfach Grimace fallen lassen hat. Als das große lila Wesen zurück ist, ertönt Gelächter im Raum. Aber mir steckt der Schreck noch minutenlang in den Knochen
Gefreut III über coole Logos, die ich beim Spazierengehen entdecke (einmal auf einem LKW, einmal an einer Hauswand)
Gewundert als K sagt, er gehe kurz joggen. Er kommt eeeewig nicht heim. Als er wieder zurück ist, frage ich ihn, wo er war. „In Ettlingen.“ „Waasss? Da bist du einfach so hin gejoggt? Untrainiert? Ich hatte es letztens noch mit den Mädchen im Auto davon, dass es ja mal ganz nett wäre, mit dem Rad nach Ettlingen zu fahren, aber das ist schon eine Strecke. Und dann kommst du und joggst da einfach hin!! Bist du das am Stück gerannt?“ „Ja!“ „Also hin und zurück ohne Pause?“ „Jaaa!“ So was bewunder ich richtig — mal eben fast einen Halbmarathon gelaufen, ohaa
Gestaunt dass es Eukalyptus gibt mit so flachen Blättern, als wären sie gepresst. Nie gesehen! So super
Gelernt dass viele, viele Butterblumen im Park bisschen aussehen können wie ein Gemälde von Monet
Gekauft ein Trikot für K

Schönes Wochenende!