Samstag, 21. Februar 2026

Blick zurück (Garmisch-Edition)

Gesehen I viel Eishockey bei den Olympischen Spielen (z.B. Deutschland vs USA). Als wir in Garmisch vor dem Olympia Eissportzentrum parken, um bei der Zugspitzbahn nebenan Infos zu den Skipässen einzuholen, hört man von draußen die Schläger und Pucks klacksen — wahrscheinlich hat gerade der SC Riessersee trainiert. Allein das klingt schon cool. Ich feier Eiskhockey total — es sieht so gut aus, wenn sie so smooth über das Eis gleiten. Und diese Trikots...
Gesehen II eine alte Folge „München 7“ im BR
Gesehen III beim Flanieren in der Garmischer Fuzo eine RayBan mit großem Logo auf dem Bügel
Gehört fast die ganze Fahrt unseres Girls-Trip nach Garmisch (also knapp vier Stunden) Ps Playlist, die seeeehr französisch-lastig ist. z.B. Tayc – Bitoumb. Mochte ich. Traurig*-schönes Lied. Man merkt sofort, dass es ein berührendes Thema hat, auch wenn man kein oder wenig Französisch spricht. Das Cover ist auch nice! (Tayc scheint außerdem Fan von Ligaturen zu sein, wenn man die Titel dieses Albums so anschaut) P hat mir erst später erzählt, dass Tayc das Album seinem Bruder gewidmet hat, der vor ein paar Jahren jung verstorben ist. Das Bild auf dem Cover zeigt bestimmt die beiden Brüder, awwwww
Getan auch in Österreich meine Tradition fortgesetzt und eine Schnapszahl getankt
Gelesen I das Garmischer Tagblatt und ein Magazin in Englisch. Ich bin mit P im Zeitschriftenladen im Garmischer Bahnhof und sie greift zielsicher zu amerikanischen Magazinen, und so kam auch „The Atlantic“ mit nachhause. Sehr schön und schlicht gestaltetes Heft (auch die Homepage)! Aber ziemlich pricy
Gelesen II lustige Schilder bei einem feinen Italiener. Auf einem steht „Keine Pizza“ und auf einem anderen „Liebe Gäste, gerne können Sie bei uns bar zahlen, in schlimmsten Falle auch mit der EC-Karte. Ich danke euch“
Gelesen III die Wetterberichte für Garmisch. Wir hatten echt alle Wetter, viel Schnee, viel Nebel, auch Regen und Schneeregen und ein bisschen Sonne
Getrunken ein Coke Zero auf der Anreise
Gegessen mein Stammgericht beim Italiener in Burgrain und Salvatore Grüße von meinen Eltern ausgerichtet, die dort Stammkunden sind, wenn sie in Garmisch weilen
Gelacht I L macht sich einen Kaffee. „Schätzt mal, wie viele von Opis kleinen Süßstoffdingern ich rein hab?“ Ich: „Hm, drei?“ P: „ Vier?“ L: „Fünf!“ Schallendes Gelächter... Ohaaaaa, übertreib halt
Gelacht II auf dem Parkplatz bei der Kreuzeckbahn spricht uns ein Niederländer in perfektem Deutsch an: „Entschuldigung, braucht man für diesen Parkplatz ein Ticket?“ „Ja, da vorne ist der Automat.“ Danach sage ich zu L: „Ich finde immer so toll, dass sie alle so gut deutsch sprechen.“ L: „Ja krass.“
Gelacht III ich laufe nachts bei heftigem Schneetreiben mit L durch die historische Ludwigstraße in Partenkirchen. Kleidungstechnisch war ich wirklich nicht auf tiefsten Winter eingestellt, muss ich gestehen — in Karlsruhe schneit es ja nie! Meine Woll-Collegejacke zieht den Schnee an wie ein Magnet, haha. Als wir da so flanieren, kommen uns zwei random Bayern entgegen. Der eine sagt „Servus“ zu uns, der andere „Griaßts euch!“. Einfach so — das würde es in Karlsruhe nie geben! Dann blickt mich L grinsend an: „Wie siehst du eigentlich aus? Du bist ja komplett weiß! Wie ein Schneemann!!!“ 
Gelacht IV P und L waren in Österreich im Supermarkt ein paar Snacks holen. Als sie zurückkommen, sagt L: „Ich hab dir was fotografiert, was du bestimmt lustig gefunden hättest.“ und zeigt mir ein Foto mit den Tüten in der Backabteilung. Sie kennt mich so gut...
Gefreut I über ein paar Zeilen von Papa auf meinen letzten Blick zurück hin (und eine kleine Skiurlaub-Anekdote in der Familiengruppe). Mich erreicht eine Mail mit folgendem Wortlaut (im Anhang eine Landkarte mit Mallorca und Menorca): „Liebe Julia, in den nächsten Tagen bekommst du ein Buch von Cees Nooteboom. 
Wahrscheinlich, wenn ihr wieder zurück seid. Ich bin gespannt, wie du es findest. Siehst du Menorca? Da sind wir mal hingesegelt — schön kompakt und nicht so viele Leute wie auf Mallorca. Deswegen hat sich Cees Nooteboom auch hierher zurückgezogen.“ Wie süß von ihm
Gefreut II über ein Kompliment von Mama für meinen Blick
Gefreut III über funny Nummernschilder von Tirolern und LKW-Beschriftungen auf der Autobahn. Das „Juwel 1“ hat es mir besonders angetan
Geärgert I dass wir drei Mal für einen Austausch eines Bremslicht-Lämpchens zur Werkstatt müssen. Beim ersten Mal stellte sich heraus, dass das Lämpchen sehr speziell ist und erst bestellt werden muss — eine Stunde umsonst gewartet. Beim zweitem Mal stellte sich heraus, dass das Lämpchen nicht leuchtet, weil das Kontaktfeld durchgebrannt ist und die ganze Einheit getauscht werden muss. Wir sind also mit defektem Bremslicht in den Urlaub gefahren. Top. Erst kommende Woche kann das Problem behoben werden — hoffentlich dann endgültig! Zwischenzeitlich ist in der Werkstatt (wo K beobachten durfte, was gemacht wird und sich nebenbei mit dem Werkstattmitarbeiter über den Sinn oder Unsinn des Valentinstags unterhalten hat, lol) auch mal kurz der Blinker nicht mehr gegangen. Katastrophe! Gerade noch hab ich den Mini in den höchsten Tönen gelobt und jetzt so was... 
Geärgert II dass das Zugspitzgebiet gesperrt wurde wegen starkem Wind, wo die Mädchen eigentlich fahren wollten (erst an Tag drei hatten sie Erfolg, aber oben war null Sicht). Dementsprechend überfüllt waren die restlichen Gebiete in Garmisch, weil alle dorthin ausgewichen sind — und es ist eh schon sehr voll in den Ferien...
Gestaunt I wie verstopft zu bestimmten Zeiten die Straßen sind. Gegen 9.00 Uhr sind alle unterwegs zur Gondel und es gibt kein Durchkommen mehr. Wir wollten nur kurz in die Stadt fahren, Helme kaufen und standen voll im Stau
Gestaunt II über die wunderschönen Fresken in der Alten Pfarrkirche St. Martin (sie wird wohl bald renoviert — hier). Und dass die Friedhöfe hier viel schöner sind als bei uns 
Gestaunt III dass die Leute in Garmisch so hartgesotten sind, und bei Schnee Radl fahren — mit Skiern hintendrauf!
Gewundert I wie früh der Hof vom Schnee befreit wird. Um 5.24 Uhr werde ich aus dem Schlaf gerissen, als der Räumdienst in unseren Hof einbiegt und gefühlt zwei Meter an mir vorbeibrettert. Aiaiaiai
Gewundert II L redet seit Wochen (genauer, seit ich im November 2025 erstmals dieses bayerische Gebäck selbst gemacht hab) von „Auszognen“. Und ich hab ihr versprochen: „Wenn wir in Garmisch sind, hol ich dir eine. Die gibt’s da 100 Pro!“ Ich spazier voll motiviert in zwei verschiedene Bäckereien rein und frage: „Haben Sie Auszogene?“ Und die Damen hinter der Theke schauen mich jeweils mit großen Augen an und verneinen. Erst am letzten Tag haben wir in einer Bäckerei Ls Lieblingsgebäck gefunden. Da hieß die Auszogne allerdings Kücherl! Kein Wunder hatte ich keinen Erfolg
Gelernt dass Nitro, die Snowboardmarke, eine lustige (und sehr internationale) Geschichte hat. Die Firma wurde 1990 von Tommy Delago und Sepp Ardelt in Seattle, Washington gegründet. Obwohl die Wurzeln in Amerika liegen, ist der Hauptsitz (und die Entwicklung) in Oberammergau. Das ist quasi um die Ecke von Garmisch, ca. 20 km entfernt von hier. Die Produktion der Boards findet wiederum überwiegend in Taiwan statt
Gekauft Skipässe, die immer teurer werden — und es gibt keinen Rabatt für Studenten oder Schüler, wie doof

Schönes Wochenende!

*Un soldat à terre
La mort ne prévient pas quand elle foudroie, hey
Et dans mes prières, oh, non
J’ai supplié Dieu de me dire pourquoi
Je suis un soldat, je n’peux pas autant pleurer
Je laisse ça à ta mère, Bitoumbo
En vingt-huit années tu ne m’as jamais laissé
De toi, j’suis tellement fier, Bitoumbo






































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