Mittwoch, 21. September 2011

Zu Gast bei... Sabeth

Dieses Haus polarisiert. Entweder man liebt es – oder nicht. Schon in der Rohbauphase gab es böse Stimmen, dies sei „das hässlichste Haus der ganzen Stadt“. Bis es genehmigt war, vergingen Wochen und Monate. Dabei ist es für mich ein ganz normales Haus – mein Elternhaus. Hier habe ich die letzten Züge meiner Jugend verbracht. Inzwischen ist es fast 20 Jahre alt, hat kürzlich eine Außen-und-Innen-Frühjahrskur mit Rundumanstrich bekommen und erstrahlt, als sei es erst gestern gebaut. Wenn Fremde das Haus betreten gibt es staunende Augen, ob der Höhe und Helle des Raums – und der Geradlinigkeit. Auf viele wirkt es kühl. Auf mich gemütlich.


























































Dein Lieblingsort?
Obwohl ich ein Arbeitszimmer habe, sitze ich zum Schreiben oder Arbeiten am Laptop am liebsten am Esstisch, mit Blick in den Garten oder in den Wohnraum. Auch die Nähe der Küche ist von Vorteil, für einen Kaffee oder ein kühles Getränk. Zum Lesen lümmele ich mich sehr gern in den Eggchair, der im Wohnzimmer steht. Der Footstool und ein philuko-Kissen fördern die Bequemlichkeit.

Deine Lieblingsfarbe?
Bei den Wänden bevorzuge ich weiß, bei den Möbeln weiß und schwarz. Ansonsten liebe ich blau. So sind z.B. die Fensterrahmen in unserem Haus taubenblau. Aber auch ein paar Farbkleckse sind willkommen, so etwa der Stuhl von Rietveld oder Bilder an den Wänden.

Dein Lieblingsmaterial?
Es gibt mehrere Materialien, die mir gefallen. Bei den Sesseln und Sofas mag ich Leder, bei den Stühlen und Tischen Kunststoff, bei den Schränken und Regalen lackiertes Holz.

Dein Lieblingskünstler/Designer?
Da ich bei der Einrichtung einen klassischen, zeitlosen Stil schätze, gefallen mir Möbel von diesen Designern: Dieter Rams, Peter Raacke, Arne Jacobsen, Verner Panton.

Dein Lieblingsmöbelstück?
Das ist eindeutig unser Esstisch. Er hat noch den Fuß, den wir vor etwa 40 Jahren gekauft hatten. Die ursprüngliche Marmorplatte haben wir vor 20 Jahren durch eine etwas größere Granitplatte ersetzt, die wir in einem Steinwerk anfertigen ließen. Diese ist unverwüstlich und unglaublich praktisch und sieht immer noch so gut aus wie am ersten Tag. Falls man Bilder auch als Möbelstücke bezeichnen kann, habe ich noch ein weiteres Lieblingslieblingsstück. Unsere Enkelin hatte nach einem Besuch mit ihrer Klasse in der Kunsthalle ein selbst gemaltes Bild mitgebracht. Es gefiel uns wegen seiner tollen Farben unheimlich gut. Unsere Tochter ließ es auf Leinwand drucken und schenkte es uns. Nun hat es im Wohnraum einen Ehrenplatz und ist ein farbintensiver Blickfang.

Deine nächste geplante Wohn-Anschaffung?
Vielleicht können wir unser Fossil von Lundia-Regal einmal durch ein weißes Modell von Montana ersetzen, aber ob das auch so viele Bücher aufnehmen kann? Vielleicht könnte das von uns eigentlich geliebte Regal aus alten Zeiten dann noch im Keller seinen Dienst tun.

Deine Lieblingsshops?
Möbel und Lampen:  burger Inneneinrichtungen, Karlsruhe
Gebrauchsgegenstände: Magazin, Stuttgart und München
Bettwäsche: Ikea
Kissen: philuko

Lieben Dank, Mama, für die Fotos und das kleine Interview!

Kommentare:

  1. Das ist wirklich ein ganz besonderes Elternhaus! So viele Designklassiker zusammen. Etwas ganz Besonderes...

    AntwortenLöschen
  2. ich habe die paradise-edeka-frau entdeckt...gäbe es einen passenderen ort für die dame? ich denke nicht :-)! lg und danke für das persönliche, sympathische interview

    AntwortenLöschen
  3. Hach, wie schön muss es sein, wenn man von den eigenen Eltern in Bezug auf Einrichtung etc. noch inspiriert werden kann. Bei meinen Eltern schaue ich mir höchstens ab, wie ich es nicht mag. Dort ist nämlich alles sehr schwer und dunkel und nicht so hell und leicht, wie bei Deinen Eltern.

    Vielen Dank für die tolle Vorstellung!

    Liebe Grüße, Sindy

    AntwortenLöschen
  4. Liebe Julia,
    das ist ein schöner Beitrag und er hat mir vor Augen geführt wie sehr auch ich von der Einrichtung meiner Eltern geprägt wurde...und burger aus KA ist auch in meinem Elternhaus vertreten (schon 30 Jahre)!!
    Liebe Grüße, Carolin

    AntwortenLöschen
  5. Liebe Julia,
    "wow" kann man da nur sagen...ihr habt ja regelrechte Einrichtungs-Gene in eurer Familie!:)
    Toll!

    LG, Pamela

    AntwortenLöschen
  6. Jetzt weiß ich wo du deinen guten Geschmack her hast!

    AntwortenLöschen
  7. Ich liebe solche Häuser und Wohnungen. Bei mir selbst musste ich ein paar Kompromisse eingehen (man lebt eben mit anderen zusammen), aber auch das ist eine lebbare Mischung geworden. Trotzdem oder gerade deshalb bewundere ich immer solche Domizile, die scheinbar greradlinig und ohne Schnörkel gestaltet sind. Ich finde so was auch gemütlich, weil ich mich mit freien Flächen wohl fühle. Andere mögen das kühl nennen. Für mich ist das ideal.

    Danke fürs Teilen.

    Grüße! (auch an die Mama) N.

    AntwortenLöschen
  8. Ein wirklich tolles Haus, ich mag es sehr und finde es trotz der strengen Einrichtung nicht kühl, sondern gemütlich - vielleicht durch den Teppichboden?! Liebe Grüße

    AntwortenLöschen
  9. Ich glaube, ich habe es schon mal gesagt - ich finde es toll und es erklärt, woher du deinen guten Geschmack hast. Liebste Grüße!

    AntwortenLöschen

Danke für deinen Kommentar!