Samstag, 23. Mai 2026

Blick zurück

Gesehen „Häuser der Kunst — Schloss Derneburg: Georg Baselitz und seine Erben“ in der arte Mediathek. Ich wusste nicht, dass er ziemlich abgeschottet in einem Schloss lebte! Ohaaa. Ich mag seine Kunst sehr. Von 1977 bis 1983 lehrte er an der Kunstakademie Karlsruhe, lese ich gerade. Auch ohaaa
Getan I mit L die Vernissage von „Top 26“ (Ausstellung der 19 Meisterschülerinnen und -schüler der Kunstakademie Karlsruhe) im Reuchlinhaus Pforzheim besucht. So cool, das fensterfüllendene Kunstwerk von Ruben Brückel, den ich neulich schon in der Pagodenburg in Rastatt gesehen hatte! Er bemalt sonst meist Wände (oder wie auf dem KIT-Campus Tore) — diesmal hatte Glas als Untergrund Premiere. Ich frage nach, mit welcher Farbe er gemalt hat, und er antwortet „mit Buttermilch, zum ersten Mal“. Auf so eine Idee muss man erst mal kommen, wow. Auf das Reuchlinhaus mit dem Schmuckmuseum freue ich mich jedes Mal wieder neu! Jetzt hatte ich erstmals L dabei und sie war auch beeindruckt. Auf der Homepage heißt es u.a.: „Das Reuchlinhaus wurde 1961 eingeweiht und nach Entwürfen von Manfred Lehmbruck gebaut. Es ist das erste Projekt, bei dem Lehmbruck seine wissenschaftlichen Forschungen zu Museumsbauten in die Praxis umsetzte und verhalf ihm zu seinem architektonischen Durchbruch. [...] Deutlich auf den Barcelona-Pavillon anspielend, setzte Lehmbruck Ludwig Mies van der Rohe mit dem Reuchlinhaus ein Denkmal. Auf Vermittlung von Mies van der Rohe assistierte der junge Architekt zeitweise bei Auguste Perret in Paris, wo er die Inspiration für seine Wendeltreppe fand.“ (mehr hier)
Getan II mal wieder zur schönen St. Konrad Kirche geradelt. Es ist immer so besonders, ganz alleine in einer großen Kirche herumzustreifen. Zum Glück war sie offen! In dieser Kirche fasziniert mich neben der Architektur die Materialvielfalt. Die geschlämmten Ziegelsteine, der Sichtbeton (da haben wir ihn wieder), die Geflecht-artige Decke, das Glas...
Getan III Eiermann-Stühle und Ulmer Hocker in einem Antiquitätenladen angeschmachtet
Gelesen in zwei neuen Büchern, inspiriert vom Film von letzter Woche („Eileen Gray und das Haus am Meer“): „Le Corbusier“ von Norbert Huse und „Eileen Gray — A House in The Sun“ von Charlotte Malterre-Barthes & Zosia Dzierzawska. Graphic Novels beste
Getrunken mal wieder selbst gemachte Granatapfellimo nach Jamie Oliver
Gegessen Lu Lu Barquettes, ein Mitbringsel von P aus Frankreich (funny, die Teile sind auf der Verpackung exakt so groß abgebildet wie sie in echt sind)
Gelacht I über Ks Cars-Crocs. Als er zum Training aufbricht, muss ich lachen. K: „Ich krieg auch jedes Mal Sprüche von meinen Mannschafts-Kollegen zu den Schuhen.“ „Echt? Was sagen die denn?“ „Ist das dein Signature-Style, solche Sachen...“
Gelacht II P unterstützt die Schule, in der sie Praktikum gemacht hat, bei einem einwöchigen Zirkusprojekt. Mit den Kindern werden in verschiedenen Gruppen Darbietungen einstudiert, die dann am letzten Tag der Projektwoche die Eltern zu sehen bekommen. Zuerst war P in der Fakirgruppe, wo sie Überglasscherbenlaufen und Nagelbrett-Darbietungen einstudierten, haha. Später wechselte sie zu der Gruppe mit den Fahrradtricks. Sie meinte, man könne genau beobachten, dass manche Kinder nicht gerne im Mittelpunkt stehen und solche Vorführungen eher nicht so gerne mögen. P: „Kann ich aber verstehen.“ „Ich auch! Ich war genauso.“
Gefreut I über Pfingstrosen
Gefreut II über eine kleine Nachricht von meinem geheimen Lektor. Dass K meinen Blog überhaupt liest — und dann noch ein Lob, wie süß
Geärgert dass die Schnaken schon wieder da sind, und sehr aktiv
Gewundert P war in Strasbourg auf einem Konzert von Dakeez (Franz-Rap) und danach noch in einem Club. Sie füttert mich von unterwegs mit Fotos. Auf dem Rückweg ist sie ganz überrascht: „Selbst um 3.00 Uhr nachts stehen sie an der Grenze und kontrollieren. Die werden sich auch gewundert haben — fahren da einfach zwei Mädchen nachts über die Grenze, lol.“ Ich beobachte bisschen den Künstler, auf dessen Konzert sie war, auf Insta und entdecke in seiner Story Merch — Shirts bedruckt mit Wörtern. Ich frage P: „Und, hast du dir ein Shirt mit 'Amour & Sacrifice' geholt, haha?“ „Nein, leider waren die Shirts alle schon weg. Die hatten viel zu wenige! Ich hätte mir aber das Shirt mit 'Brutal' geholt.“ „Ahaa. Gute Idee. Gutes Wort. Auch mit bisschen Bezug zur Architektur im weiteren Sinne... Du weißt, dass Brutalismus in der Architektur für Bauten aus Sichtbeton steht?“ „Nee, echt?!“ „Jetzt weißt du es.“ Statt Shirt hab ich ihr ein paar Tage später eine Karte mit BRUTAL nach Heidelberg geschickt. Passend dazu hab ich letztens in der Stephanienstraße einen brutalistischen Bau aus den 1960er Jahren fotografiert (auf sosbrutalism.org mehr dazu — eine tolle Seite generell). Ich mag Sichtbeton sehr gern, aber leider muss man ihn unter ökologischen Gründen heute sehr kritisch sehen
Gekauft ein Feuerzeug

Schönes Wochenende!












































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