Dienstag, 9. Juni 2026

Kunst im Freibad! Besser geht’s nicht!

Letzten Sonntag hab ich die Freibadsaison eröffnet. Und zwar ganz besonders. Ich hatte eine Woche zuvor auf Insta gelesen, dass im Rüppurrer Freibad eine Kunstausstellung namens „Chlorreiche Tage“ stattfindet! Eine Ausstellung! Im Freibad!! Was gibt es besseres als Freibad UND Kunst? Ich, natürlich sofort Feuer und Flamme, hab P davon erzählt, und dass ich das unbedingt sehen muss. Sie war es dann auch, die mich samstags dran erinnerte: „Was ist jetzt eigentlich mit der Ausstellung? Da wollten wir doch hin?!“ Um ein Haar hätte ich was ganz Tolles verpasst — vor allem, weil die Ausstellung so kurz war, nur drei Tage.

Also haben wir Sonntag morgens unsere Sachen gepackt und sind nach Rüppurr gedüst. Da fahr ich sowieso gerne hin — das Freibad liegt in unmittelbarer Nähe zu meiner liebsten Dammerstock-Siedlung. Es war so schön leer, das Wetter war top, nicht zu warm und nicht zu kühl — und dann diese Kunst! So Vieles zum Grinsen, Staunen und Nachdenken. Uns sehr ungewohnt, normal bekleidete Menschenträubchen am Beckenrand zu sehen (das war wohl eine Führung). Es war so super. Ich bin noch immer geflasht...

Meine Favoriten waren der Scherenschnitt-Stoff, der Stuhl mit Berieselung (wie gerne hätte ich so was im Hochsommer!), der Pommesgabelzaun, das blau-weiß-rote Verlängerungskabel (würd ich wirklich zuhause nutzen, hehe) und die Seepferdchenkollektion.

Wie gut ist bitte die Idee, Kunst ins Freibad zu holen? Ich wiederhole mich. Großes Kompliment an diese Initiative der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe! Sie haben sich so viel Mühe gemacht für diese drei Tage, auch für die begleitende Broschüre und die Wegweiser-Sonnenschirme und -Wasserbälle. 

Das lustige ist — für mich verschwammen die ausgestellten Werke bisschen mit den „normalen“ Dingen im Freibad. Also für mich hätten z.B. auch die alten „Frei“-Türschlösser, die Wassertiefenbezeichnung am Beton, die spacige Lord-Helmchen-Umkleidekabine (nebst Graffiti-Tag an der Wand) Kunst sein können. Oder mein kleines Frottee-Täschle. Und sogar Ps Body-Parfüm, das sie gefühlt alle 10 Minuten an sich dran gesprüht hat, hahaha. 

Es war so ein schöner erster Badetag, und der durfte natürlich nicht beendet werden ohne eine Kleinigkeit vom Freibad-Kiosk. Als wir davor stehen und die Schilder lesen und der Mann hinter der Theke schon alles anpreist was es so gibt („Wir haben Pommes, wir haben Steak, wir haben dies und das...“) meint P zu dem Herrn: „Also ohne jetzt zu wissen, was da genau drin ist, bestelle ich jetzt einfach mal die 'Wundertüte'.“ Beste Wahl — war sehr guat! Auch ein kleines Kunstwerk, wenn man so will.











































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